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Hameln: Verdächtiger in Haft

Opfer im Koma Hameln: Verdächtiger in Haft

Die 28-jährige Hamelnerin, die am  Sonntagabend in der Südstadt Opfer eines unfassbar brutal ausgeführten Verbrechens geworden ist, liegt im Koma. Der Täter ist ihr Lebensgefährte. Ein Sorgerechtsstreit um das gemeinsame Kind (2) könnte der Auslöser für die Tat sein, vermuten Freunde des Paares.

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22 Stunden nach dem Verbrechen wird der Tatverdächtige (weißer Overall) einem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: ube

Hameln. Ihr gehe es nach wie vor „sehr schlecht“, sagte Polizeioberkommissar Jens Petersen am Montag. Am Tatort und im Hamelner Sana-Klinikum hatten Ärzte um das Leben der Frau gekämpft. In der Nacht wurde eine erste Notoperation durchgeführt. Vermutlich sollten die starken Blutungen gestoppt werden. Eine fliegende Intensivstation brachte die Bewusstlose um 23.15 Uhr in eine unter anderem auf Schädel-Hirn-Verletzungen spezialisierte Fachklinik. Dort wurde eine zweite Notoperation veranlasst. Die Schwerstverletzte schwebe immer noch in Lebensgefahr, sagte Petersen gestern.

Der 38 Jahre alte mutmaßliche Täter stammt aus Bad Münder. Er hat sich unmittelbar nach der Tat der Polizei gestellt. In der Hamelner Wache ließ er sich widerstandslos festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover erließ eine Richterin des Amtsgerichts Hameln am Abend einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. „Wer einen Menschen mit einem Auto zu Tode schleifen will, handelt besonders grausam. Das ist ein Mordmerkmal“, erklärt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Der Tatverdächtige und das Opfer sind deutsche Staatsbürger, sie haben jedoch einen türkisch-kurdischen Hintergrund. Beide waren nach dem islamischen Glauben, nicht aber nach dem deutschen Recht, miteinander verheiratet. Ein Sorgerechtsstreit um das gemeinsame Kind (2) könnte der Auslöser für die Tat sein. Davon sind Freunde des Paares überzeugt.

Keine Angaben aus kriminaltaktischen Gründen

Das blutüberströmte Opfer war gegen 18 Uhr auf einem Fußweg an der Kaiserstraße gefunden worden. Auf der Straße wird erzählt, die Frau habe auch Stichverletzungen erlitten. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft wollten dazu Angaben machen – „aus kriminaltaktischen Gründen“. Der mutmaßliche Täter soll der Hamelnerin einen Strick um den Hals gelegt und das andere Ende an der Anhängerkupplung eines Autos befestigt haben. Dann setzte er sich hinter das Steuer, gab Gas und zog die 28-Jährige auf Asphalt und Kopfsteinpflaster durch mehrere Straßen. Als die Frau in der Nähe des Bahnhofs beim Abbiegen auf die Kaiserstraße auf einen Fußweg geschleudert wurde, löste sich das Seil vom Wagen. ube

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