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Minden SEK überwältigt 57-Jährigen in Todtenhausen
Aus der Region Minden SEK überwältigt 57-Jährigen in Todtenhausen
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15:35 08.11.2018
Die Polizei hofft durch Verhandlungen mit dem 57-Jährigen die Lage konfliktfrei zu lösen. Die Todtenhauser Dorfstraße ist seit dem Vormittag weiträumig abgesperrt. Quelle: mt/Lehn
Minden

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am Donnerstagnachmittag einen 57-jährigen Mann in Todtenhausen überwältigt. Laut ersten Informationen der Polizei hatte er sich am Morgen telefonisch bei der Leitstelle gemeldet und behauptet einen Mord begangen zu haben. Sollte die Polizei versuchen ihn festzunehmen, würde er sein Wohnhaus anzünden. Der 57-Jährige lebte seit Juni in einer Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus. Die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit einem Großaufgebot aus und sperrten die Todtenhauser Straße weiträumig ab.

Das SEK und eine Verhandlungsgruppe aus Bielefeld versuchten den Mann zur Vernunft zu bringen. Gegen 14 Uhr überwältigten sie ihn in seiner Wohnung, zuvor hatte er sich mit einem Messer selbst am Hals verletzt. Er wird derzeit ärztlich versorgt. Laut Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise darauf, dass der Mann tatsächlich jemanden ermordet haben könnte. Auch liege nahe, dass er das Haus nicht anzünden wollte. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Außerdem dem Mann lebte niemand dort.

Laut Informationen des Mindener Tageblatts handelt es sich bei dem 57-Jährigen um einen Straftäter, der bereits aufgrund von Gewaltdelikten inhaftiert war. Er lebte erst seit Kurzem im Ort und war bisher nicht unangenehm aufgefallen. mt