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Minden Angefahrene Mindenerin erliegt Verletzungen
Aus der Region Minden Angefahrene Mindenerin erliegt Verletzungen
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00:26 26.03.2018
Der Autofahrer hat seine Absicht gegenüber den Polizeibeamten in einer Vernehmung gestanden. Quelle: Symbolfoto, dpa
Minden

Die Frau war von dem stadtauswärts fahrenden Auto auf der Straße „Weg in die Hanebek“ erfasst und auf einen Acker geschleudert worden. Hier fanden Passanten auf Fahrrädern und ein Jogger die schwer verletzte Frau. Diese kümmerten sich um die Verletzte und alarmierten die Polizei und den Rettungsdienst. Der Sportler hatte zudem den flüchtigen Wagen beobachtet und konnte der Polizei mit der Beschreibung des Fahrzeugs wichtige Hinweise für deren Fahndung liefern.

Unmittelbar nach dem Unfall gingen die Ermittler zunächst von einer normalen Unfallflucht aus, da der Autofahrer mit seinem VW Golf davongefahren war. Als die Beamten einen Tag später den gesuchten Wagen in einer Garage entdeckten, nahm der Fall eine überraschende Wendung.

Opfer willkürlich ausgesucht

Der mutmaßliche Fahrer, ein 57-jähriger Mindener, gab an, die Frau mit Absicht umgefahren zu haben. Sein Opfer habe er sich willkürlich ausgesucht. Diese Aussage sorgte für große Erschütterung. Denn es hätte in dem Fall jeden treffen können. Daraufhin beantragte die Staatsanwaltschaft Bielefeld unter dem Vorwurf des versuchten Mordes Haftbefehl gegen den Mann. Ein Richter ordnete die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an.

Der 57-Jährige gab laut Polizei bei seiner Vernehmung an, dass er die Fußgängerin mit Absicht umgefahren habe. Er sei mit seinem Auto umhergefahren, um nach einem möglichen Opfer zu suchen, und habe sich dann willkürlich für diese Frau entschieden. Ihm war eine Blutprobe entnommen worden. Allerdings gab es keine Hinweise darauf, dass er zur Unfallzeit unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand.

Täter macht labilen Eindruck

Allerdings habe der Mindener, der bisher kriminalpolizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, auf die Ermittler einen psychisch labilen Eindruck gemacht. So habe der Mann ausgesagt, dass er sich aufgrund einer „Verstrahlung seines Körpers“ an der Gesellschaft rächen wollte.

Während sich der 57-Jährige weiterhin in Haft befindet, hat die Staatsanwaltschaft nun eine Obduktion des Leichnams angeordnet. vin