Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Minden Festival setzt Veltheim unter Strom
Aus der Region Minden Festival setzt Veltheim unter Strom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:40 22.07.2016
Dicht gedrängt stehen die Fans vor der Hauptbühne. Quelle: ly
Anzeige
Veltheim

Auf zwei Bühnen spielen insgesamt rund 40 Bands, mehr als 20 000 Fans werden erwartet. Los geht’s am Freitag, 5. August, um 17 Uhr mit den ersten Gruppen.

Seit 2007 residiert die Großveranstaltung nun am zwischenzeitlich stillgelegten Kraftwerk, wo sie 2015 ihr 40-jähriges Bestehen feierte. In dem Jahr hatten sich die Veranstalter bei strahlendem Sonnenschein über „das beste Festival in Veltheim“ gefreut.

„Dies ist unser Wunschgelände“, lässt Sabine Schwarze, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Umsonst & Draußen Kultur Vlotho“, keinen Zweifel daran, dass sie und ihre Mitstreiter gern bleiben würden. „Aber wir planen immer nur für ein Jahr.“

Eine Gruppe darf nie fehlen: Als vorletzte Band spielt Sonntag, 7. August, ab 17.30 Uhr „Hammerfest“, bevor „Big Balls“ das Festival mit Hits von AC/DC ausklingen lassen. „Hammerfest“ war bereits 1975 beim ersten U&D dabei, damals noch in einem Vlothoer Steinbruch. Gitarrist Wolfgang Kuhlmann (63) gehört zu den Gründern und ist bis heute ein Aktivposten im Verein.

Zu den Höhepunkten im dreitägigen Programm zählen Freitag „The Red Paintings“ (20 Uhr) und „Devildriver“ (21.45 Uhr), Samstag „Girlschool“ (21 Uhr) und danach „Dubiosa Kolektiv“. Hinzu kommen etliche Discjockeys. In der Psytrance-Area wird durchgetanzt. Ein Programm für die ganze Familie gibt’s in der „Open Space Area“, teilweise zum Mitmachen.

All das kostet. Umsonst haben Bands nur in den 1970er Jahren gespielt. Der Etat für das Festival lag zuletzt bei 200 000 Euro. „Tendenz steigend“, so Sabine Schwarze. „Alles wird teurer, die Infrastruktur immer kostenintensiver.“ Weil das Kraftwerk vom Netz ist, waren 2015 allein rund 15 000 Euro für Miete, Betrieb und Transport mobiler Stromaggregate fällig.

Besucher werden gebeten, Speisen und Getränke an den Ständen zu kaufen – und keinen „Fremdalk“ einzuschmuggeln. Das Festival finanziert sich durch Getränkeverkauf in Vereinsregie, Imbissbuden, Park- und Standgebühren.

Eine Woche vor dem Spektakel, das für seine friedliche Stimmung bekannt ist, beginnt auf dem Gelände an der Weser eine kleine Stadt aus Zelten und Wohnwagen zu wachsen. Ohne die 300 Freiwilligen könnte das älteste deutsche Festival seiner Art nämlich nicht überleben. Wer mithelfen will, schreibt eine Mail an hilfe@festivalkult.de oder fährt einfach hin. Ab dem Nachmittag des 29. Juli ist jemand vom Festival in den Weserwiesen. ly

Anzeige