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Bad Rehburg Meeresstille in letzter Konsequenz
Meeresstille in letzter Konsequenz
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11:08 23.08.2011
Drei Fischköpfe, in Spiritus eingelegt, sind das zentrale Element in der Ausstellung von Jürgen Schneyder. Quelle: ade

Bad Rehburg (ade). Der erste Blick jedes Besuchers fällt auf drei in Spiritus eingelegte Fischköpfe. Liberté, Egalité und Fraternité – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – steht auf den Gläsern, in denen sie schwimmen. Zum Nachdenken anregen sollen diese Fische, sagt Schneyder, zum Nachdenken darüber, inwieweit die Schlagworte der Französischen Revolution wohl auch auf die Geschöpfe des Meeres Anwendung finden. Nachdenklich stimmt dieses Objekt mit Sicherheit – wenn es auch, wie Schneyder sagt, nur ein kleiner Teil einer Installation ist, die eigentlich über mehrere Geschosse aufgebaut werden muss. ‚Meeresstille’ sind diese Fische in letzter Konsequenz.

Andere Werke des Künstlers sind gefälliger, wie etwa die Miniaturen aus dem Zyklus „Häusermeer“. Wieder anderen Bildern stellt Schneyder Texte gegenüber. Da gesellt sich Theodor Lessings Erzählung „Die Barbe“ zu dem gleichnamigen Bild Schneyders. Die Hälfte des Ausstellungstitels hat er sich bei Goethe geholt: der sinnierte schon vor Jahrhunderten und in gereimter Form über „Meeresstille“.

Vieles zum Anschauen bietet die Ausstellung, manches zum Nachdenken und anderes, das einfach nur die Sinne berührt. Zu sehen ist „Meeresstille und Nixengesang“ in der „Romantik Bad Rehburg“ bis zum 9. Oktober. Geöffnet ist dort dienstags bis sonntags, 11 bis 18 Uhr.