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Paula an der Hand ihrer Mutter

Bad Rehburg Paula an der Hand ihrer Mutter

So manche Träne ist geflossen bei der Eröffnung der Ausstellung „Sie waren Nachbarn“ zu verfolgten Juden Rehburg-Loccums in der NS-Zeit.

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Paula Calder ergreift die Hand ihrer Mutter, die als Schattenriss dargestellt ist und dem Holocaust zum Opfer fiel.

Quelle: ade

Bad Rehburg. Mit der Jüdin Paula Calder, die aus Bad Rehburg stammt, hatte die Ausstellung in der „Romantik Bad Rehburg“ einen ganz besonderen Gast.

 Gegen Ende der Vernissage, als schon fast alle Gäste gegangen waren, hat Paula Calder die Hand ihrer Mutter gehalten. 1939 musste sie sich von ihr verabschieden. Die damals 13-Jährige wurde von ihrer Familie mit einem der sogenannten Kindertransporte nach England geschickt. So überlebte sie als Einzige einer achtköpfigen Familie den Holocaust.

 Die Hand, die sie nun in der Ausstellung ergriffen hat, ist einer der Schattenrisse, die die Grundlage der Ausstellung sind. Auf Tafeln mit Szenen aus dem Alltagsleben der jüdischen Mitbürger und aus der NS-Zeit sind die Schatten der Juden abgebildet, die einmal in Rehburg-Loccum Nachbarn waren. In Lebensgröße stehen manche dieser Schatten aber auch zwischen den Besuchern der Vernissage. Wie etwa die Mutter von Paula Calder, Else Freundlich, mit dem Judenstern auf der Brust. Tief berührt stand die mittlerweile 88-Jährige, die mit ihren Kindern aus England angereist ist, an der Silhouette ihrer Mutter.

 Die Ausstellung „Sie waren Nachbarn“ ist noch bis zum 9. November in der „Romantik Bad Rehburg“ zu sehen. Geöffnet ist sie bis Ende Oktober dienstags bis sonntags, 11 bis 18 Uhr, und ab November mittwochs bis sonntags, 13 bis 17 Uhr. Führungen durch die Ausstellung können Schulklassen und andere Gruppen unter der Telefonnummer (0 50 37) 13 89 vereinbaren. ade

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