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Bad Rehburg Verbrannte Dichter
Verbrannte Dichter
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00:19 28.10.2014
Werden aus „verbrannten Büchern“ lesen: Renate Lehmann-Brunecker, Edith Griese-Hüsemann, Friedrich Holze und Fritz Erich Anhelm. Dieter Hüsemann (links) moderiert. Quelle: ade
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Bad Rehburg (ade)

„Dies war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Prophetisch scheint dieser Satz, den Heinrich Heine 1821 schrieb, angesichts der Bücherverbrennungen, die 1933 in vielen Städten Deutschlands von den Studentenschaften angezettelt und von den Nationalsozialisten unterstützt wurden. Manche derjenigen, deren Bücher auf den Scheiterhaufen landeten, ließen später unter dem Regime ihr Leben. Viele andere flohen. 

Erich Kästner sah als einziger der „verbrannten Dichter“ in Berlin zu, wie seine Bücher ins Feuer geworfen wurden. Es sei ein merkwürdiges Gefühl, schrieb er später, ein verbotener Schriftsteller zu sein und seine Bücher nie mehr in den Regalen und Schaufenstern der Buchläden zu sehen. Heute stehen Kästners Bücher wieder dort – ebenso wie die Werke vieler anderer Autoren, deren Lebenswerk die Nazis vernichten wollten.

Der Arbeitskreis „Stolpersteine Rehburg-Loccum“ und der Förderverein der „Romantik Bad Rehburg“ haben einige Rehburg-Loccumer gebeten, sich mit diesen Bücherverbrennungen auseinanderzusetzen, sich einen jener Autoren auszusuchen und von diesem nicht nur zu lesen, sondern auch darzustellen, weshalb dieser auf der schwarzen Liste der Nazis stand.

Lesen werden: Fritz Erich Anhelm von Berthold Brecht, Martin Franke von Erich Kästner, Edith Griese-Hüsemann von Irmgard Keun, Friedrich Holze von Ernst Toller, Renate Lehmann-Brunecker von Kurt Tucholsky und Hella Schwarz von Joseph Roth. Moderiert wird der Abend vom Vorsitzenden des Romantik-Fördervereins, Dieter Hüsemann.

Noch vor Beginn der Lesung, um 18.30 Uhr, wird eine Führung durch die Ausstellung „Sie waren Nachbarn“, die sich mit verfolgten Juden in Rehburg-Loccum auseinander setzt, angeboten.

Der Eintritt zu der Lesung und die Führung durch die Ausstellung sind frei. Lediglich der Eintritt in das Museum kostet zwei Euro.

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