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Bad Rehburg Wenn am Tränenteich die Tränen kommen
Wenn am Tränenteich die Tränen kommen
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18:19 07.04.2012
Der Tränenteich in Bad Rehburg an der Ortsausfahrt in Richtung Rehburg soll durch ein Internationales Jugendcamp neu gestaltet werden – noch in diesem Sommer. Quelle: ade
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Bad Rehburg (ade)

Dreh- und Angelpunkt der Sitzung ist der Tränenteich gewesen. Ehemals als Löschteich genutzt, meint Ortsbürgermeister Jürgen Wagner mittlerweile, dieser Teich trage seinen Namen zu Recht – bei seinem Anblick würden ihm die Tränen kommen. Der Teich am Ortsausgang in Richtung Bad Rehburg verliert Wasser, ist rundherum von Bäumen und Büschen überwuchert. Ein Ärgernis für viele Anwohner ist zudem die Schutzhütte im hinteren Bereich, hinter der oft die Hinterlassenschaften menschlicher Notdurft zu finden sind.

Aufgepeppt werden soll der Teich noch in diesem Sommer mit Hilfe der Teilnehmer eines internationalen Jugendcamps. Die Ausschreibung für das Camp laufe, sagte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke, ergänzt werden solle es durch Jugendliche aus dem Stadtgebiet und finanziert aus Biwaq-Mitteln (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier). Zusätzlich könne die Umgestaltung des Tränenteichs mit Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt werden, von dem Bad Rehburg seit Jahren profitiere.

Dem Gestaltungsvorschlag, den die Verwaltung dem Ortsrat vorlegte, wollte dieser allerdings nicht einfach zustimmen. Diskussionsbedarf bestehe bei der Schutzhütte, waren sich die Ortsratsmitglieder einig. Auch den Bau einer Boule-Bahn im vorderen Bereich sahen sie kritisch und schlugen vor, dass die im Teich noch vorhandene Pumpe instand gesetzt werden solle, da das Wasser dadurch mit Sauerstoff angereichert werde. Die weitere Planung, bat Wagner, solle die Verwaltung mit dem Ortsrat abstimmen.

Liegt das Problem des Tränenteichs darin, dass er Wasser verliert, so bereitet den Bad Rehburgern im Kurpark an den drei Teichen zu viel Wasser Sorgen. Die feuchten Flächen sind nur schwer zu mähen, als Alternative schlägt die Verwaltung eine Gestaltung mit Wiesen-Charakter vor. Dem stimmte der Ortsrat zu und regte weitere Gestaltungen wie ein Holzpodest für Sonnenanbeter an. Für den Friedhof neben dem Kurpark haben indes weder Verwaltung noch Ortsrat eine Lösung parat. Zaun oder nicht Zaun, das ist hier die Frage. Etliche Einwohner beschweren sich über vermehrten Kahlfraß auf den Gräbern durch Rehe und Hasen. Gegen den Zaun spreche momentan allerdings, dass die Instandsetzung der Friedhofswege aus dem Städtebausanierungs-Programm finanziert werde, sagte Franke – was bedeute, dass sie öffentlich, also ohne Umzäunung zugänglich sein müssten. Der Ortsrat bat darum, im kommenden Jahr einen neuen Vorschlag zu unterbreiten. Franke stimmte dem zu, auch wenn er grundsätzlich nicht wisse, wie dieser Vorschlag aussehen könne.

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