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Loccum Ausstellung an drei Orten
Ausstellung an drei Orten
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00:17 19.10.2013
Hermann Buß (links) – hier mit dem Abt des Loccumer Klosters, Horst Hirschler – vor einem seiner Bilder in der Johanneskapelle des Klosters Loccum. Quelle: ade
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Von Beate Ney-Janssen

Loccum. Vor rund einem Jahr sind vier Bilder von Buß der Öffentlichkeit in der Johanneskapelle des Klosters präsentiert worden. Mit gutem Grund war die Wahl auf Buß gefallen, denn der Mann aus Norden in Ostfriesland hat insbesondere für Gemeinden in der Landeskirche Hannovers schon so manchen Altar um ein Bild bereichert. Die Aufgabe, die er für Loccum bekam, war aber eine neue Herausforderung für ihn. Die schlichte kleine Johanneskapelle, die einer der geistlichen Räume am Kreuzgang des Klosters ist, sollte er ausmalen und ein Zyklus aus vier Bildern entstehen.

Großformatig ist jedes der Bilder, schließlich sollten sie im Stil einer Wandmalerei die Flächen zwischen den Säulen der Kapelle füllen. Eines der Bilder zeigt die Luccaburg – eine Ruine bei Loccum, die einst den Stiftern des Klosters gehörte – als steinernes Floß im Wasser. Ob es das Steinhuder Meer sein soll, in dem diese Burg schwimmt? Ob die Paddel zufällig oder absichtlich gekreuzt auf dem Stein liegen? Seine Interpretation der Bilder, sagt Buß, tue nichts zur Sache. Er habe mit diesen Werken zweierlei bezweckt. Zum einen habe er eine Identifikation schaffen wollen, indem er Motive aus der Region verwendet habe, zum anderen wolle er mit der Motivwahl Irritationen schaffen.

 Letzteres wird auch für die übrigen Bilder gelten, die nun in der aktuellen Ausstellung auf den Fluren der Akademie und des RPI ausgehängt werden. Und mit dem Bild der Luccaburg im Steinhuder Meer hat Buß sogar ein wenig dem Thema der Ausstellung vorgegriffen: „See-Räume“ hat er, der Ostfriese aus Überzeugung, täglich vor Augen. Große und kleine Welten in den Gezeiten der See und des Lebens als Metaphern für ein sich auflehnendes, Horizont suchendes und darin gutes Leben, seien diese „SeeRäume“ von Hermann Buß, sagt Dietrich Diederichs-Gottschalk in seinem Begleitwort zu der Ausstellung.

 Diederichs-Gottschalk wird auch die Einführung in die Ausstellung gestalten. „SeeRäume“ sind in der Akademie und dem RPI vom 19. Oktober bis zum 10. Januar 2014 zu sehen. Zugängig ist die Ausstellung montags bis sonnabends, 9.30 bis 19.30 Uhr, sowie sonntags, 9.30 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei – ebenso wie auch zu den vier fest installierten Bildern in der Johanneskapelle des Klosters.

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