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Loccum „Der Mörder fehlt noch ...“
„Der Mörder fehlt noch ...“
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00:16 01.11.2013
Erschlagen, aufgebahrt und betrauert: Horst Hirschler bei den Proben zu „Mord im Kloster“. Quelle: ade
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Von Beate Ney-Janssen

„Der Mörder fehlt noch, aber sterben kann ich doch jetzt schon!“ Gekonnt gestürzt ist Horst Hirschler nach diesen Worten, hat sich ordentlich aufbahren und von den Mönchen gebührend betrauern lassen. So haben die finalen Proben zum Finale des Jubiläums des Loccumer Klosters begonnen.

 Als Abt dieses Klosters mimt Hirschler in dem Theaterstück einen seiner Vorgänger, der einst mit einer Axt von einem Münchehäger Bauern erschlagen wurde. Die Rolle des Bauern hat Münchehagens Pastor Wolfram Braselmann bekommen, aber auch für alle anderen Pastoren aus dem Kirchenkreis Stolzenau-Loccum sind Rollen vorgesehen.

 Hirschler präsentierte sich indes als äußerst fidele Leiche und gab von der Bahre aus Anweisungen an die schauspielernden Pastoren. Als Autor des Stückes hat er auch die Regie übernommen.

 Die Reformation im Kloster Loccum ist das übergreifende Thema des Stücks. Welche Verflechtungen es in der Zeit kurz vor 1600 gab und wie es dazu kam, dass das vom Zisterzienser-Orden geleitete Kloster sich den Lehren Martin Luthers zuwandte, werden die Pastoren auf die Bühne vor dem Altar der Klosterkirche bringen. „Sex, crime and religious“ ist das Einzige, was die Website zum Klosterjubiläum zu diesem Abend verrät. Spannung sollte also garantiert sein – und außerdem ist der „Mord im Kloster“ die letzte von mehr als 100 Veranstaltungen, die es innerhalb des Jubiläumsjahres gegeben hat.

 Der Eintritt ist frei. Wer einen Platz in der vorderen Hälfte der Kirche bekommen möchte, sollte einige Minuten vor Beginn des Stückes dort sein.

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