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Loccum Der Puschel ist das größte Problem
Der Puschel ist das größte Problem
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20:29 18.04.2011
Das Osterlamm auf dem Stühlchen ist bereits fertig angezogen, die Osterhasen warten noch auf Kleidung – und Eve Schichel zeigt den Bären-Puschel, der ihre Nähkunst jedes Mal erneut auf die Probe stellt. © ade
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Loccum/Rehburg (ade). „Der Puschel ist meist das größte Problem“, sagt Eve Schichel, dreht einen ihrer Teddybären um und zeigt dessen Rückseite. Dort schaut aus einer Hose das Bären-Schwänzchen heraus. Dort, wo Menschenhosen das Hinterteil insgesamt umspannen, brauchen Bären ein geschickt drapiertes Löchlein in der Hose. Die bunt gemusterte Trägerhose, die dieser Bär trägt, hat Schichel eigens für dieses Bärenmodell entworfen und genäht.

Das Konzept ihrer Nähstube ist ein wenig ungewöhnlich, denn die Loccumerin zieht (fast) ausschließlich Stofftiere und Puppen an. Individuelle Kleidung macht sie für die liebsten Kuscheltiere der Jüngsten ebenso wie für die Puppe, die schon immer auf dem guten Sofa gesessen hat.

Wer mit Puppe oder Tier zu ihr kommt, kann unter vielen Stoffen auswählen, entscheiden, ob Hose oder Rock genäht werden sollen, kann aber auch Strickjacken oder Pullover stricken lassen. Darüber hinaus kauft sie auch Bären und andere Tiere, näht ihnen Kleider und verkauft das gesamte Ensemble.

Mehr als ein Hobby sei diese Verwirklichung ihrer Ideen, sagt sie. Dass sie die Plüschtiere, mit denen sie sich jeweils mehrere Tage beschäftigt habe, zum Verkauf hergeben müsse, das habe sie allerdings erst lernen müssen. Jedes wachse ihr in diesem Prozess ans Herz.

Wie viel Liebe in den Arbeiten steckt, wie passgenau Teddy und Co. im „Hasenknopf“ angezogen werden und welche Möglichkeiten in dieser Arbeit stecken, das können Besucher nun an zwei Tagen im Rehburger Heimatmuseum sehen. Eve Schichel wird an beiden Tagen bei Osterhasen und Lämmern stehen, von ihrer Arbeit erzählen, Tipps geben und sich – wenn denn gewünscht – auch von dem einen oder anderen Stück trennen.

Wer ein Tier oder eine Puppe besitzt, die vielleicht auch ein maßgeschneidertes Kleid bekommen soll, kann es zu den Sonntagen im Museum mitbringen und erste Möglichkeiten mit Eve Schichel erörtern.

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