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Der Wolfgangsee in der Reithal

Loccum / „Zum weißen Rössl“ Der Wolfgangsee in der Reithal

Singend, tanzend, schauspielernd, schmachtend, küssend und bettelnd – so haben Loccumer in der ‚Reithalle am Rosenbraken’ in Loccum das Singspiel „Zum weißen Rössl“ auf die Bühne gebracht. Am Vorabend des Erntedankfestes haben rund 600 Gäste das Stück gesehen.

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Gesang vor der Kulisse des Wolfgangsees: Joachim Köhler als Oberkellner und Silvia Kläfker als Rössl-Wirtin brillieren auf der Bühne.

Quelle: ade

Loccum (ade). „Es muss was Wunderbares sein…“ Inbrünstig haben Silvia Kläfker und Loccums Pastor Joachim Köhler dieses wohlbekannte, schmalzig-schöne Stück gesungen. Den rechten Ton haben sie getroffen und sich dabei tief in die Augen geschaut - vor der Kulisse des Wolfgangsees, an dem besagtes Hotel „Zum weißen Rössl“ steht, in dem Kläfker die Wirtin und Köhler den ach so in sie verliebten Oberkellner mimte. Dass die Story der Geschichte nicht neu ist, nach bekanntem Operetten-Muster geschnitzt und dass recht früh klar ist, wer wen zum Schluss in die Arme nehmen darf, störte die Zuschauer nicht im Mindesten. Schließlich war leichte Unterhaltung angesagt. Statt Tanz vorm Erntedankfest erwarteten sie ein Schauspiel mit Gesang, als weitere Zutat einige Stücke, die das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Loccum von der Tribüne herunter spielte.

Was die Laien-Schauspieler, von denen mancher zum ersten Mal eine Bühne betrat, aber innerhalb weniger Wochen einstudiert und inszeniert hatten, das war wirklich bemerkenswert und jeden Applaus wert. So wie Köhler, der noch nie einen Hehl aus seiner Begeisterung fürs Schauspiel gemacht hatte, und Kläfker, die die Rössl-Wirtin einfach in jeder Hinsicht zauberhaft darstellte, legten sich auch alle anderen Schauspieler ins Zeug. Herausragend und für viele Lacher gut war Wolfgang Brohs, der in Lederhosen und mit Berliner Dialekt gekonnt einen Fabrikanten mimte. Ebenso wie Michael Stahlhut verstand er es, bei kleineren Missgeschicken nicht aus dem Konzept zu kommen, sondern geschickt zu improvisieren. Das Publikum dankte es beiden.

Was es indes mit dem Bettler Loidl auf sich hatte, der in nahezu jeder Szene auftauchte und ebenso permanent wie penetrant seinem Geschäft nachging, das erfuhr das Publikum erst mit dem Schlussvorhang. Horst Hirschler, Abt des Klosters Loccum, war in diese Rolle geschlüpft, die eigentlich in der Vorlage des Stückes gar nicht existiert. Mit dem Betteln, sagte er dem Publikum, habe er das Geld für die neue Orgel im Kloster zusammen bekommen wollen. Das Geld für die neue Orgel habe er nun zusammen.

Eine Bildergalerie zu dem Singspiel und zum Erntedankumzug in Loccum ist auf der Website www.rehburg-loccum.de frei geschaltet.

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