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Die „Rosinen des Landes“ im Kloster

Loccum / Bilanz zum Jubiläum Die „Rosinen des Landes“ im Kloster

Sieben Monate hat das Kloster Loccum sein 850-jähriges Bestehen gefeiert. Wenige Tage vor der letzten Veranstaltung am Reformationstag haben die Verantwortlichen Bilanz gezogen. „Es war ein wunderbares Jahr – das haben wir nicht für möglich gehalten“, meinte der Abt des Klosters, Horst Hirschler.

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Entstaubt hat das Kloster Loccum sein Jubiläum gefeiert – und vor der letzten Pressekonferenz ist der Staubwedel auch noch einmal zum Einsatz gekommen.

Quelle: ade

Loccum. In Zahlen liest sich die Bilanz des Kloster-Jubiläums ungefähr so: Rund 165 000 Gäste sind gekommen, von denen 39 500 in den mehr als 100 Kulturveranstaltungen gewesen sind. An den Führungen durch das Kloster haben 22 000 Besucher teilgenommen, darunter 660 Gruppen, die sich angemeldet hatten. In all dem Trubel ist dann aber auch in den 640 Gottesdiensten und Horen, die in der Kirche stattfanden, Zeit für Besinnung gewesen. 100 000 Gäste waren das Ziel, das sich die Veranstalter gesetzt hatten - diese Zahl haben sie also weit übertroffen.
Günter Grass hat gelesen, Mousse T. beim Open Air die Menge zum Rocken gebracht, für ein Wochenende tauchte das Kloster ins Mittelalter ein, international bedeutsame Organisten haben Konzerte auf der neuen Orgel gegeben – und alles, was in dieser Zeit passiert ist, wird ohnehin niemals jemand zusammenfassen können.
Der Ruhm des dreieinigen Gottes habe mit dem Jubiläum bekannt gemacht werden sollen, sagte Hirschler. Das historische Erinnern sei genutzt worden, um einen zentralen geistlichen Ort der Landeskirche Hannovers zeitgemäß zu interpretieren, meinte Landesbischof Ralf Meister. Dabei sei auch die missionarische Chance genutzt worden. Schließlich hätten sich plötzlich Menschen für die Stundengebete interessiert, die ansonsten wohl kaum in einem Kloster gelandet wären. Kloster, Dorf Loccum und die Stadt Rehburg-Loccum seinen einander näher gebracht worden, fügte der Bürgermeister der Stadt, Martin Franke, hinzu – auch das sei eine große Leistung.

Neue Pläne für die Zeit nach dem 31. Oktober
Gesa Schönermark von der Stiftung Niedersachsen, die stellvertretend für die zahlreichen Stiftungen, die durch ihre Unterstützung das Jubiläum erst möglich machten, in der Podiumsrunde saß, sagte, die „Rosinen des Landes“ – also vieles von dem, was Niedersachsen kulturell ausmache – seien über einen langen Zeitraum in Loccum zusammengetragen worden und hätten großen Anklang gefunden. Für Michael Kalla, Geschäftsführer des Klosters, macht das Jubiläum deutlich, dass Loccum auch bundesweit Anziehungskraft entwickeln kann.
Wenn das Fest am Donnerstag, 31. Oktober, auch enden wird, und wenn auch schon die Heiligenfiguren im Marienaltar ein letztes Mal im Jubiläumsjahr abgestaubt worden sind, und wenn auch die Teilnehmer der Pressekonferenz mit verwirbeltem Laub vor dem Kirchenportal deutlich an das Ende des Sommers erinnert wurden, so soll das, was in diesem Jahr angeschoben wurde, doch im kommenden Jahr weitergehen.
Mit Kuchen, Führungen und Andachten, so hätten ihm die Busunternehmer gesagt, würden sie auch künftig die Busse voll und nach Loccum bekommen, sagte Hirschler. Eine zentrale Rolle spielten dabei die Andachten, also die Hora, die der Mehrwert des Klosters gegenüber anderen Veranstaltern sei. Dennoch sollten auch Musik und Literatur weiterhin eine Rolle spielen.
Die sonntägliche Musikreihe „Musik zur Einkehr“ wird ab 2014 mit dem 21. März beginnen und erst zum Reformationstag enden. Ebenfalls am 31. Oktober soll der Kulturherbst des Klosters Loccum enden – und sechs Wochen vorher am 15. September beginnen, um jeweils freitags mit Crossover-Angeboten, sonnabends mit Literatur und sonntags mit der „Musik zur Einkehr“ aufzuwarten.

Jubiläumschronik für den Januar geplant
Auf die Frage, wie viele Besucher das Kloster denn wohl mit diesem Programm künftig erwarte, antwortete der Leiter für Kulturprogramm und Öffentlichkeitsarbeit, Roger Cericius, mit einem Lächeln: „100 000 Besucher haben wir erwartet, 165 000 sind gekommen. Wenn wir sagen, dass wir im nächsten Jahr 50 000 Gäste haben möchten und dann 100.000 kommen, können wir doch zufrieden sein.“ Zur Steigerung der Vorfreude und um noch einmal dieses Jahr im Kloster Loccum Revue passieren zu lassen, werde im Januar 2014 eine Chronik des Jubiläums herausgegeben. Schon beim Betrachten des Dummys, den Cericius ihnen in die Hand gab, machten Hirschler und Meister erwartungsfrohe Gesichter.

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