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Ein Bündnis für den Naturschutz

Seeprovinz / "Lebendige Seen Deutschlands" Ein Bündnis für den Naturschutz

Ein spannendes Programm rund um die Flora und Fauna am Steinhuder Meer hat die Mitglieder des Netzwerks „Lebendige Seen Deutschland“ erwartet. Netzwerkpartner aus der gesamten Bundesrepublik waren für drei Tage bei der Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) zu Gast.

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Natur- und Umweltschutz hat bei den Mitgliedern des Seennetzwerks oberste Priorität.tbh

Von Tina Bonfert Seeprovinz. Während der Exkursionen und zahlreichen Vorträge zu Umweltbildung und Artenschutz hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich über die unterschiedlichen Natur- und Umweltschutzprojekte zwischen Bodensee und Steinhuder Meer auszutauschen. Unter anderem haben die Naturschützer die Meerbruchwiesen besichtigt und eine Fahrradtour entlang des Nord- und Ostufers gemacht.

„Seit den achtziger Jahren ist das Steinhuder Meer in Sachen Naturschutz aus seinem ,Dornröschenschlaf‘ erweckt worden“, hat Thomas Schaefer, vom „Global Nature Fund“ festgestellt. Die Situation an anderen Seen scheint demgegenüber wesentlich problematischer zu sein. Das Zwischenahner Meer zum Beispiel ist nach Worten von Hartmut Landwehr von der „Bürgerinitiative/Grüne Bad Zwischenahner Meer“ mittlerweile „fast so tot wie der Dümmer See“.

 Voraussetzung für den Beitritt zu dem Netzwerk sei jedoch nicht, dass der See „lebendig“ ist. Vielmehr gehe es um den fachlichen Austausch und gegenseitige Hilfestellungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen, betonte Schaefer. „Dadurch wird auch der Gefahr entgegengewirkt, dass die häufig eher lokal agierenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen und Vereine im eigenen Saft schmoren“, so Schaefer, der dabei vor allem die Vorteile der Netzwerkeigenschaften und Kommunikationswege zwischen den Fachleuten aus ganz Deutschland im Blick hatte. Es sei wichtig, sich breiter aufzustellen, um bei Problemen jemanden zu haben, an den man sich wenden könne.

Der Zusammenschluss im Netzwerk hat sich anscheinend bewährt. Landwehr freute sich beispielsweise, für die schwierige Situation am Zwischenahner Meer neue Ansätze, Anregungen und Kontakte von dem Treffen mitnehmen zu können.

 Auch die Naturschutzgebiete und der Tourismus am Steinhuder Meer waren Thema bei einem Vortrag zum geplanten Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Ostufer. Als Referenten waren Vertreter der Initiative Pro Steinhuder Meer sowie Axel Priebs, Erster Regionsrat der Region Hannover und Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen, eingeladen. Gemeinsam mit Thomas Beuster, dem Geschäftsführer der ÖSSM, und den Netzwerkmitgliedern wurde über die Entwicklung der Umweltzonen an dem beliebten Ausflugsziel diskutiert. „In Süddeutschland freuen wir uns über jedes Moor und versuchen, es mit allen Mitteln zu erhalten. Ich bin fassungslos, wenn ich sehe, wie die Moore hier zerstört werden“, bedauerte Schaefer, der hoffte, bei seinem Besuch am Steinhuder Meer auch einen der hier beheimateten Seeadler zu sehen, die im Süden kaum zu beobachten seien.

„Lebendige Seen Deutschland“

Im Mittelpunkt des 2009 vom „Global Nature Fund“, einer internationalen Stiftung für Umwelt und Natur, ins Leben gerufenen Netzwerks „Lebendige Seen Deutschland“ steht die dauerhafte und nachhaltige Entwicklung von Seen. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Netzwerks bei einem der Partner.

Die ÖSSM war bei ihrem Beitritt im Jahr 2010 zum ersten Mal Gastgeber für Vertreter von Seen aus der gesamten Bundesrepublik. Mittlerweile hat das Netzwerk in Deutschland elf Partner, mit dem Zwischenahner Meer soll bald der zwölfte Teilnehmer beitreten.

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