Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Giftmüll soll weg

Deponie Münchehagen Giftmüll soll weg

Eine Machbarkeitsstudie zur Entfernung der Giftmülldeponie Münchehagen - das ist das langfristige Ziel der drei Bürgerinitiativen „Stoppt den Giftmüll“, „Rehburger Bürger gegen Giftmüll“ und „Umweltgruppe Wiedensahl“.

Voriger Artikel
Loccum: B 441 wird saniert
Nächster Artikel
Zwischen Oma und Enkelin
Quelle: pr.

Loccum. Deren Vertreter haben in einem Schreiben sowohl die Anliegerkommunen und die Anwohnergemeinschaft als auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel ihre Forderung mitgeteilt.

Das Vorgehen bedeute keine Kritik am bisherigen Sanierungsprozess, meinte Peter Thiele als einer der BI-Sprecher bei einer Pressekonferenz in der Akademie Loccum. Diskussionsbedürftig sind für die Initiativen allerdings einige Daten des der Sanierung zugrundeliegenden Modells.

Keine endgültige Lösung

Die Sicherung sei ein Provisorium und keine endgültige Lösung, betonte Wolfgang Riesner („Stoppt den Giftmüll“). Täglich laufe ein Tanklastzug voll giftiges Grundwasser aus der Deponie. Dies sei bekannt. Das belastete Wasser könnte sich aber über breite Klüfte, die als Grundwasserautobahnen funktionierten und von keiner Meßstelle erfasst würden, möglicherweise wesentlich schneller ausbreiten als angenommen. Einige unerklärliche Grundwasserbewegungen könnten auch auf versagende Technik zurückzuführen sein, so Riesner

Zudem besteht die Sorge, dass die Sicherung der Altlast Münchehagen vom Umweltministerium demnächst öffentlich ausgeschrieben werden und an ein Privatunternehmen vergeben werden könnte, wie Wolfgang Völkel (Rehburg-Loccumer Bürger gegen Giftmüll) beschrieb. Allein das historische Wissen der bisher zuständigen Mitarbeiter der Niedersächsischen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall sei für eine weitere sachgerechte Bearbeitung von immenser Bedeutung.

Beseitigung ist möglich

Der 1988 vor Gericht erstrittene Beseitigungsanspruch sei vor 20 Jahren technisch nicht umsetzbar gewesen. Heute sei Bergung, Abtransport und Beseitigung möglich. Meinhard Behrens (Umweltgruppe Wiedensahl) verwies in diesem Zusammenhang auf die erfolgreich abgeschlossene Sanierung einer ähnlichen Deponie in der Schweiz.

Ziel der Bürgerinitiativen ist es, eine neue Phase des Umgangs mit der Giftmülldeponie anzuschieben. Sie stehen auf dem Standpunkt, dass eine einmalige Beseitigung der Deponie langfristig weniger Kosten verursacht als ihre langfristige Sicherung. jpw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Tauchen Sie ein in ca. 33° warme Natursole, angereichert mit Inhaltsstoffen aus vielen Gesteinsschichten. Fühlen Sie sich wohl, lassen Sie sich in diesem Energiemeer treiben, entspannen Sie und lassen Sie positiven Gedanken freien Raum. mehr