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„Keine Verhinderungsplanung“

Loccum / Gewerbe- und Industriegebiet „Keine Verhinderungsplanung“

Die Planungen für das Gewerbe- und Industriegebiet an der Bundesstraße 441 bei Loccum gehen voran. Der Loccumer Ortsrat hat die Planungen zustimmend zur Kenntnis genommen.

Loccum. Loccum (ade). „Es ist die einzige attraktive Fläche für Industrie und Gewerbe im Stadtgebiet“, erläuterte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke dem Ortsrat. Die noch vorhandenen Industrie- und Gewerbeflächen ließen sich seit Jahr und Tag nicht ihrem Zweck zuführen, deshalb sei diese Planung nah dem ehemaligen Bahngleis bei Loccum in Richtung Leese begonnen worden. Die ersten Schritte seien geschafft, einige Bedenken der Träger öffentlicher Belange abgearbeitet worden. So habe es beispielsweise Anforderungen an die Gestaltung der Einfahrt von der Bundesstraße in das Gewerbegebiet gegeben. Ein Bodengutachten sei ebenso wie eine avifaunistische Untersuchung erstellt worden. Zwar seien einige Vogelarten in dem Gebiet vorhanden, die besonders geschützt werden müssten, ihnen würden aber andere Habitate zur Verfügung gestellt.

 Konfliktpotential liege in den Planungen des Landkreises für Windkraftanlagen, die in eben diesem Suchraum auch vorgesehen seien, sagte Franke. Bei beiden Planungen sei die Suche nach Grundstücken nach ähnlichen Kriterien gestartet worden. So sei die logische Konsequenz eben, dass auch ein identisches Gebiet auserkoren worden sei. Die Planungen des Landkreises seien allerdings noch nicht so weit gediehen wie die Planungen der Stadt, so dass er davon ausgehe, dass das Gewerbe- und Industriegebiet Vorrang habe. Eine Alternative für die Stadt gebe es nicht.

 Ortsratsmitglied Joachim Seele (CDU) stellte noch einmal klar, dass die Stadt mit ihren Planungen die wirtschaftliche Entwicklung bis hin zur Schaffung von Arbeitsplätzen im Blick habe. „Dieses ist keine Verhinderungsplanung“, sagte er. Zunächst habe der Landkreis tatsächlich die Planungen der Stadt als Verhinderung der Windkraftanlagen empfunden, fügte Franke hinzu. Diese Meinung habe der Landkreis mittlerweile revidiert.

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