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Vom schlichten Ei zum christlichen Symbol

Loccum / Ostervorbereitungen Vom schlichten Ei zum christlichen Symbol

„Ostereier 2012“ ist der schlichte Titel, den die Loccumerin Lieselotte Kahle ihrer Ausstellung gibt. Die Diele ihres Bauernhofes verwandelt sich noch bis Sonntag, 25. März, täglich von 14 bis 18 Uhr zur Bühne von symbolträchtigen Ostereiern. 

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Wenn der Weihnachtsbaum aus dem Haus kommt, beginnt Lieselotte Kahle (Bild links) mit der Arbeit an den Ostereiern.

Quelle: ade

Loccum. Loccum (ade).  Ist der Weihnachtsbaum am 6. Januar geplündert, dann beginnt Lieselotte Kahle mit den Ostervorbereitungen. „Das ist für mich die schönste Zeit des Jahres“, sagt die Loccumerin – die Zeit, in der sie Wachs erhitzt, es mit Nadel und Federkiel penibel auf Eier aufträgt, die Eier anschließend färbt und schließlich auf der großen Diele ihres Bauernhofes dekorativ in ihrer Ostereier-Ausstellung in Szene setzt. Viele hundert Eier mit traditionellen christlichen Symbolen und Farben zeigt sie dann – und das schon seit weit mehr als zehn Jahren.

 „Manchmal kommen ganze Busladungen oder Fahrradgruppen, die sich meine Ausstellung zum Ziel genommen haben, hierher“, erzählt Lieselotte Kahle. Die Begeisterung, mit der sie ihre Ausstellung vorführt, das Wissen um die Symbolik, das sie gerne weitergibt, die Diele, in der die Eier bei sanftem Kerzenschimmer in Körben und Mollen, auf Getreide, Heu und Federn gelagert, ruhen, und auch die Aussicht darauf, den eigenen Osterstrauß um einige dieser Eier zu bereichern, locken viele Menschen an. Etliche Besucher kommen gerne Jahr für Jahr – und mancher ruft an und lässt sich die Termine sagen, um die Ausstellung nur nicht zu verpassen.

 Die Batik-Technik, mit der die 70-Jährige arbeitet, hat sie schon in ihrer Kindheit gelernt. Damals war sie oft zu Besuch in der Oberförsterei im benachbarten Rehburg. Die Förster-Frau zeigte ihr, wie aus einem schlichten weißen Ei ein Schmuckstück mit Symbolkraft werden kann. Denn jeder Strich auf den Eiern hat eine besondere Bedeutung. So sind drei sich vereinigende Striche etwa die drei Nägel vom Kreuz Christi. Ein Rund aus Strahlen ist die Ostersonne. Ist das Rund nur zur Hälfte dargestellt, so geht die Sonne zu Ostern auf. Das Kreuz, Blutstropfen Christi und auch die Dornenkrone sind weitere Symbole. Und dann die Farben: Rot steht für Christi vergossenes Blut, aber auch für Liebe. Grün ist das Frühlingserwachen, violett die Farbe der Passionszeit.

 Osterbräuche und christliche Geschichten rund um das Osterfest erzählt Lieselotte Kahle aber auch mit vielen anderen Ausstellungsstücken wie etwa bestickten Tüchern. Manches sind Erbstücke, andere gekauft, aber auch unter den Händen der Loccumerin entstanden feine Stickarbeiten zur Osterzeit.

 Gesonderte Öffnungszeiten, beispielsweise für Gruppen, bietet Lieselotte Kahle nach Vereinbarung unter der Telefonnummer (05766) 201 an. Die Ausstellung ist in Loccum in der Rehburger Straße 17.  

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