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Von Adam bis Ostern

Loccum Von Adam bis Ostern

Weihnachten, Passionszeit, Ostern, das Paradies und die Arche Noah – herausragende Ereignisse aus der Bibel werden in vielen Ländern der Erde nicht nur erzählt, sondern auch künstlerisch dargestellt. Die Loccumerin Barbara Kruhöffer besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen zu diesen Themen und nennt sie ‚Von Adam bis Ostern’.

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Nähseide ruhte früher in den Schränken, in denen Barbara Kruhöffer nun ihre Ostereier-Sammlung aufbewahrt. Kein Ei gleicht dem anderen.

Quelle: ade

Loccum (ade). 515 Krippen sind es allein, die in Kisten, Kartons und Schränken verpackt bei Barbara Kruhöffer schlummern. Es sei wohl die größte Sammlung dieser Art in Norddeutschland, sagt die 68-Jährige.

In ihren Lagerräumen ist Vorsicht geboten, gar zu voll sind die Regale, gar zu sehr stapeln sich die Kartons auf dem Boden – und ihre jüngste Ausstellung zum Thema ‚Paradies’ hat sie zwar aus dem Museum am Marstall in Winsen/Luhe wieder zurückgeholt, muss aber vieles noch neu verstauen.

In diesem Jahr werde es keine Passions- und Osterausstellung von ihr geben, sagt sie - erstmals seit rund 30 Jahren, in denen sie in jeder vorösterlichen Zeit in Museen und Kirchen gezeigt habe, wie das christliche Fest künstlerisch in vielen Ländern der Erde umgesetzt werde. So ruhen rund 4.000 Eier vom Daumennagel großen Singvogel-Ei bis zum Straußenei, das eine Hand kaum fassen kann, in Kruhöffers Wohnung – eine der umfangreichsten Ostereier-Sammlungen Niedersachsens mit Eiern, die in den verschiedensten Techniken gestaltet wurden aus rund 70 Regionen in der ganzen Welt. Eier aus Hessen, Eier aus Polen, selbst Eier aus Australien, die von Aborigines bemalt wurden, sind darunter. Manche der Eier sind schon mehr als 100 Jahre alt, andere mit Eisen beschlagen, mit Kratztechniken, Batik, Farbe und Pinsel, mit Perlen oder Stoff verziert. Christliche Motive, Blumen und Blätterranken, Vogeldarstellungen sind zu sehen – aufzuzählen ist die Vielfalt kaum.

Mit dem, was sie in ihrer Sammelleidenschaft zusammen getragen hat, will Kruhöffer mehr erreichen, als nur das Dekorative der österlichen Kunst zu zeigen. Die Osterbotschaft will sie vermitteln und weil Ostern und die Passionszeit Hand in Hand gehen, versteht es sich für sie von selbst, dass der Leidensweg Christi einen ebenso großen Raum bekommt wie die Freude zu Ostern. Geschnitzte Passionsdarstellungen, Palmwedel und andere symbolhafte Figuren fügen sich so innerhalb ‚Von Adam bis Ostern’ zu einem stimmigen Ganzen. Wie die unterschiedlichen Kulturen mit den christlichen Festen umgehen, wie die Darstellungen sich voneinander abheben, wie die Geschichte der Völker Einzug in das Christentum hält, das ist ihr wichtig. Alle Aspekte bekommen breiten Raum bei ihr - nur der Osterhase musste in jeder ihrer Ausstellungen ein kümmerliches Dasein fristen. Der Hase sei eben ein Fruchtbarkeitssymbol, das kaum mit dem Christentum in Verbindung zu bringen sei, sagt sie. Erst die Schokoladen- und Postkarten-Industrie habe ihm zu seiner Popularität verholfen. Das Ei hingegen, das von außen tot erscheine und doch Leben in sich berge, gehe auf alte christliche Traditionen zurück.

Nach Jahrzehnten, in denen Barbara Kruhöffer an vielen Orten ihre Sammlungen gezeigt hat, meint sie nun, dass „irgendwann Schluss“ sein müsse. Dieses „Irgendwann“ und auch den Ort dafür hat sie schon festgelegt. 2013, wenn das Kloster in ihrem Heimatort Loccum die Feiern zu seinem 850-jährigen Bestehen hinter sich hat, dann will sie ein letztes Mal eine Ausstellung aufbauen. Als Schlusspunkt, kann sie sich keinen schöneren Ort vorstellen als das Kloster.

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