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Rehburg ‚Alles im Fluss’ statt ‚Stop and go’
‚Alles im Fluss’ statt ‚Stop and go’
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14:13 19.08.2011
Dieter Thomsick (links) von der Nienburger Straßenbauverwaltung ist in den Prozess zur Umgestaltung des Rehburger Ortskerns involviert. Quelle: ade

Rehburg (ade). „Wir wollen den Straßenraum so umgestalten, dass gegenseitige Rücksichtnahme gefördert wird“, sagte Rehburg-Loccums Bürgermeister Dieter Hüsemann. Rund 50 Interessierte waren zu der Abschlussveranstaltung des Bürgerbeteiligungsprojektes gekommen, mit dem die Verwaltung seit rund einem Jahr auf der Suche nach Lösungen ist, wie dieses Vorhaben für alle Seiten befriedigend umgesetzt werden kann. Das Ergebnis, das Mitarbeiter des Bremer Planungsbüros Grontmij vorstellten, sieht vor, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Ortskern zu reduzieren. Im Prinzip würden die Fahrzeuge den Ortskern dann sogar schneller passieren, meinte Maren Ritter von Grontmij, da das Abbremsen und Anfahren einem stetig fließenden Verkehr weichen werde. Bordsteine sollen passé sein, der Straßenraum auf einer Ebene liegen.

So schön sich der Straßenraum auf der Zeichnung, die Grontmij vorlegte, auch präsentierte – Kritik von den Zuhörern gab es dennoch. Manche erwarten weitergehende Lösungen für sichere Schulwege, andere befürworten es, Querungshilfen einzubauen. Bezweifelt wurde auch von mancher Seite, dass die Fahrbahnbreite von 4,50 Meter mit der Möglichkeit, auf die Fahrradzonen auszuweichen, eine gangbare Lösung für den Schwerlastverkehr durch den Ort ist. Dass etwas geschehen muss, darin waren sich jedoch fast alle einig.

Da die Umgestaltung für die Stadt nur möglich werde, wenn sie die Förderung aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ in Anspruch nehmen könne, müsse schnell mit der Planung begonnen werden, sagte Hüsemann. Das Programm läuft in Rehburg bis 2017. Das Nienburger Straßenbauamt, vertreten durch dessen Leiter Dieter Thomsick, hat sich an dem bisherigen Prozess bereits beteiligt. Er sei guter Hoffnung, dass die konstruktive Zusammenarbeit mit der Behörde, die schließlich Eigentümer der Straße sei, auch weiter gelingen werde, meinte Hüsemann.