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„Außerordentlicher Planungsprozess“

Rehburg „Außerordentlicher Planungsprozess“

Dem Bürgerbeteiligungsprozess zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Rehburg folgt jetzt die Beratung in den politischen Gremien. Die Mehrheit des Rehburger Ortsrates hat den Ergebnissen aus dem Prozess zugestimmt.

Rehburg (ade). Auf einer Strecke von rund 500 Metern zwischen Nord- und Steinhuder Meerbach soll die Durchfahrtsstraße durch Rehburg so umgestaltet werden, dass der Verkehr beruhigt und gegenseitige Rücksichtnahme gefördert wird. 12.000 bis 13.000 Fahrzeuge passieren täglich diesen Bereich. In fünf Sitzungen haben Bürger daran gearbeitet, wie der Kompromiss aussehen kann, um möglichst viele Belange gut miteinander zu vereinbaren. Das Ergebnis hat Martin Franke, Leiter des Bauamtes und demnächst Bürgermeister Rehburg-Loccums, dem Ortsrat vorgestellt.

Ob die Fahrbahnen wegen des moorigen Untergrundes nun mit Asphalt gedeckt oder gepflastert werden, ist in letzter Konsequenz noch nicht entschieden. Nach dem Willen der Bürger und sofern der Stadtrat ebenfalls zustimmt, soll der Ausbau der Straße aber von Fußweg zu Fußweg ebenengleich ausgeführt werden. Optische Verengungen, Bäume und Streifen, die sowohl von Fahrradfahrern als auch vom Schwerlastverkehr als Ausweichzonen genutzt werden können, sollen das Bild bestimmen.

Während Elke Lustfeld (Bündnis 90/Die Grünen) sich von dem Planungsprozess beeindruckt zeigte, bei dem sich alle einig gewesen seien, dass etwas verändert werden müsse, und Vera Hauser (FDP) von einem außerordentlichen Planungsprozess sprach, legte Ortsbürgermeister Heinrich Lempfer ein letztes Mal dar, was er von den Planungen hält: Nichts. Eine Flaniermeile für ganze vier bis fünf Geschäfte solle geschaffen werden, sagte er in der letzten Sitzung des Ortsrates, der er als Bürgermeister vorstehen durfte. Schwere Unfälle seien vorprogrammiert. Er sei froh, dass er diese Verantwortung nicht mehr tragen müsse.

Nach ersten Kostenschätzungen werde der Umbau 1,6 Millionen Euro kosten, sagte Franke. Sofern Arbeiten an den Kanälen vorgenommen werden müssten, erhöhe sich die Summe um eine weitere Million Euro. Das Projekt solle durch das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert werden. Nach der Genehmigung durch den Stadtrat gelte es zunächst, in der Landesregierung die Zustimmung zu bekommen, da es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Landesstraße handle.

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