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Rehburg / Schautag erstmalig am Sonntag im Benelli-Museum Designed by Steve McQueen

Lust auf historische Motorräder? Zum 100. Geburtstag der italienischen Motorradmarke ‚Benelli’ öffnet das Benelli-Museum an der Mardorfer Straße in Rehburg erstmals am Sonntag, 31. Juli, 12 bis 18 Uhr, seine Tore für alle Schaulustigen.

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Ein außergewöhnlicher Anblick sind die sechs Rohre am ‚Hinterteil’ so mancher Benelli.

Quelle: ade

Rehburg (ade). „Eigentlich kann ich zu jedem Motorrad eine Geschichte erzählen“, sagt Wilfried Blöthe. Das Design jener roten Maschine dort, das habe Steve McQueen vor 51 Jahren entwickelt. Einen Beweis, dass der Schauspieler darauf gesessen habe, gebe es zwar nicht, wohl aber den Beleg, dass es das offizielle Ausstellungsstück von Benelli aus der kleinen Serie gewesen sei. Benelli, das sei immer eine Edelschmiede gewesen, jedes Stück werde von Hand gefertigt, mit weniger als 40 Angestellten laufe der Laden in Italien seit 100 Jahren.

Wilfried Blöthe ist in der Szene als „Benelli-Bauer“ bekannt. Das „Bauer“ in dem Namen bezieht sich darauf, dass er Landwirt ist, aber auch darauf, dass er historische Motorräder zusammenbaut. Den Benelli-Fahrern, mit denen er europaweit Kontakt hat, war der Name Blöthe einfach zu kompliziert – so kam er zu dem Spitznamen und so heißt nun auch die Firma, die aus einem Hobby heraus entstanden ist.

 

Der alte Opel mit dem er als Lehrling vor 31 Jahren fuhr, war ihm einfach zu langweilig. Blöthe träumte von einem Motorrad mit sechs Zylindern und dafür war Benelli damals schon bekannt. Von seinem Lehrlingsgehalt konnte er sich diesen Traum nicht verwirklichen, aber eine Maschine mit vier Zylindern konnte er sich gerade so eben leisten. Gegen den Widerstand der Eltern, die den Sohn gerne im sicheren Auto gesehen hätten, kaufte er seine erste Benelli. Damit begann alles. Nach und nach holte der Benelli-Bauer sich immer mehr alte Maschinen auf den Hof und restaurierte sie. Motorräder zum Zusammenklappen hat er ebenso, wie solche mit Beiwagen, hat neuere schnelle Maschinen und auch solche, die in Teilen verblüffende Ähnlichkeit mit Fahrrädern der 1970er Jahre haben. Mehr als 100 Motorräder stehen mittlerweile in der Halle.

Blöthes liebstes Stück in der Ausstellung ist aber immer noch sein erstes Motorrad. Einen Helm hat er auf den Sattel gelegt, eine Kühlbox aufgeschnallt und schwärmt davon, wie er früher mit seiner Frau auf dieser Maschine in den Urlaub gefahren ist. Die sechs Zylinder, die er damals noch nicht hatte, blinken nun an vielen seiner Motorräder.

Eigentlich sei es ja nur Hobby gewesen, sagt Blöthe. Durch das Restaurieren habe er aber immer mehr Ersatzteile historischer Benellis gekauft. Dann wurde ihm vor rund zwei Jahren das Ersatzteillager angeboten, das Benelli in Italien über fast ein Jahrhundert aufgebaut hatte. In dem kleinen Unternehmen hatte es Umstrukturierungen gegeben, die alten Teile wollten sie dort nicht mehr haben. So kommt es, dass in Rehburg nun das weltweit größte Ersatzteillager für historische Benellis existiert. Und weil es dem Landwirt gefiel, richtete er sich seine museale Ausstellung ein. Ein Museum im herkömmlichen Sinne sei das nicht, beteuert er: ansehen könne sich die Maschinen nur derjenige, der einen Termin mit ihm vereinbare. Eine Ausnahme sei jedoch der kommende Sonntag.

Ein kleines Beiprogramm ist für den Schautag am Sonntag geplant. Wer eine Bratwurst mag, kann sie dort bekommen. Weitere Informationen zu der Ausstellung sind im Internet unter www.benelli-bauer.de hinterlegt.

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