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Polizei nimmt Sohn des Ermordeten fest

Gewaltverbrechen in Rehburg Polizei nimmt Sohn des Ermordeten fest

Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Gewaltverbrechen in einer Wohnung an der Brunnenstraße in Rehburg um eine Familientragödie. Opfer ist ein 63-jähriger Mann aus Rehburg. Sein 38 Jahre alter Sohn wurde als dringend tatverdächtig festgenommen.

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Am Freitagnachmittag suchen Polizisten in zwei Waldstücken zwischen dem Tatort, einem Mehrfamilienhaus an der Brunnenstraße in Rehburg, und Winzlar nach möglichen Spuren. Noch in der Nacht auf Freitag wurde der Sohn des Opfers festgenommen.

Quelle: fwi

Rehburg. Wie berichtet, war die Polizei am Donnerstag gegen 15.50 Uhr zu dem Mehrfamilienhaus alarmiert worden. Dort fanden die Beamten den Familienvater tot in seiner Wohnung auf. Der Täter war zu dem Zeitpunkt schon auf der Flucht.
Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft in Verden und der Mordkommission wurde noch in der Nacht der 38-jährige Sohn des Opfers festgenommen. Am Freitag wurde der junge Mann dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Unterbringung in Untersuchungshaft an. Der Grund: dringender Tatverdacht des Totschlags.
Gegen Freitagabend machte sich ein Zug der Bereitschaftspolizei in Hannover auf nach Rehburg. Die Beamten durchsuchten zwei Waldstücke zwischen dem Tatort an der Brunnenstraße und Winzlar. Gegen 16.30 Uhr waren fünf Bullis aus Hannover eingetroffen. Lagebesprechung auf dem Parkplatz eines Restaurants.
Von dort aus fuhren sie in zwei Gruppen über die Straße Auf der Höhe ins Feld hinein. Die größere Gruppe durchkämmte zu Fuß das Waldstück in der Nähe der Biogasanlage am Haarbruch. Das andere Team nahm sich eines kleineren Waldstückes an.
Offenbar suchten die Einsatzkräfte nach Spuren, die der Täter auf der Flucht hinterlassen haben könnte. Einzelheiten zum Einsatz wollten die Polizisten gegenüber den SN nicht preisgeben. Auch der Sprecher der Mordkommission, Axel Bergmann, wollte sich ebenfalls nicht äußern. Zuvor waren an dieser Stelle bereits ein Polizeihubschrauber sowie mehrere Suchhunde im Einsatz.
Der letzte Facebook-Eintrag des 38-Jährigen lässt den Leser derweil aufhorchen. Er klingt wie eine Abrechnung mit der Familie. Am meisten jedoch mit dem eigenen Vater. Der junge Mann schildert darin seine Erfahrungen aus der Kindheit bis in die Gegenwart. Er berichtet indirekt von körperlichen und seelischen Schmerzen, die er offenbar erlitten hat.
Dabei schreibt er mit Blick auf seinen Vater: „Mein Geld durchgerockt, was meine Großeltern (...) für mein Studium angelegt hatten. Musste halt sein der Geländewagen. Und ich? Ich taugte eh nie etwas. Und merken? Kannste reintreten, der merkt es eh nicht! Halt ein Objekt.“
Und weiter: „Respekt vor ihm? (...) Nö. Er hatte ja direkt meine Mutter mindestens und mich damals in Wölpinghausen – Arm war ausgekugelt. Sauschmerzhaft. (...) Solche Leute gehören gejagt. Und besonders: HART GERICHTET!“
Speziell der letztgenannte Teil des langen Beitrages könnte als eine Art Ankündigung der Tat interpretiert werden. Dem Vernehmen nach soll der junge Mann ein Drogenproblem gehabt haben. Auch dazu eine Passage im sozialen Netzwerk: „Ob wieder (Koks oder Amphetamin halt helfen kann) wissen meine Eltern vermutlich nicht erst seit gestern.“
Im Ort und darüber hinaus war das Verbrechen gestern Gesprächsthema Nummer eins. Die Rehburger zeigten sich geschockt ob des Verbrechens.
Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, erklärte in einer Mitteilung, zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin keine näheren Angaben zum Tathergang, zur möglichen Motivlage des Beschuldigten oder zum Opfer zu machen. Hintergrund der Zurückhaltung sei zum einen die Tatsache, dass durch frühzeitige Veröffentlichung von Einzelheiten die Ermittlungen wesentlich behindert werden könnten, und zum anderen der Persönlichkeitsschutz der Menschen im Umfeld. vin

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