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„Rathskeller“ ist das Husarenstück

Rehburg / Ankündigung „Rathskeller“ ist das Husarenstück

30 Jahre alt wird der Rehburger Bürger- und Heimatverein. Das soll am Sonntag, 25. September, 12 bis 18 Uhr, mit einem Fest im und um den Rehburger „Rathskeller“ gefeiert werden.

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Altes Handwerk zeigt der Verein manches Mal in seinem Museum und zur Geburtstagsfeier in geballter Form im und um den Rathskeller. © ade

Rehburg (ade). Altes Handwerk vom Schmieden übers Spinnen und Buttern bis zum Flechten von Stühlen und der Arbeit mit einer alten Hebelade wollen Mitglieder des Vereins zeigen. Dass die Rehburger Volkstanzgruppe auch vorführt, wie sie ihre Trachten zum Schwingen bringen kann, versteht sich wie das Angebot von Kaffee und Kuchen nahezu von selbst. Im Mittelpunkt des Festes zum runden Geburtstag steht jedoch nicht von ungefähr der „Rathskeller“ des Ortes, denn ihm hat der Verein seine Gründung zu verdanken.

Der Abriss drohte damals dem historischen Gebäude, das der Rehburger Baumeister Wilhelm Meßwarb 1870 als Gaststätte und Stadtverwaltung entworfen hatte und an den 29 Jahre später die „städtische bautechnische Winterschule“ angebaut wurde. Als die Winterschule aufhörte zu existieren, wurde sie zum Bürgersaal, in dem Generationen von Rehburgern ihre Feste feierten.

Architektur und Ausmalung des Raumes machen ihn zu einem der schönsten Säle in weitem Umkreis - doch nachdem der Steinhuder Meerbach, der sanft nebenan plätschert, begradigt worden war und der Grundwasserspiegel im Ort sank, standen die Pfähle, auf die der Rathskeller gegründet war, im Trockenen und begannen zu faulen.

Wilhelm Engelke, Dieter Korte, Otto Thielebein und Erika Lustfeld, die alle Gründungsmitglieder des Vereins sind, erinnern sich noch daran, dass nach Hochzeiten immer jemand in dem Kriechkeller unter dem Saal die abgesackten Dielen wieder hoch klopfte. Eigentlich sei die Nutzung kaum noch zu verantworten gewesen, meinen sie.

Pläne für die Sanierung kamen bei der Stadt jedoch nicht recht in Schwung, mancher Bürger meinte wohl auch, das Gebäude sei es nicht wert erhalten zu werden. Ein Supermarkt sollte an der Stelle gebaut werden. Das wiederum mochten andere Rehburger - allen voran Ortsbürgermeister August Lustfeld und Ratsmitglied Heinrich Suer - nicht hinnehmen. Sie suchten sich Mitstreiter, die helfen sollten, die Kosten durch Eigenleistung zu minimieren.

26 Gründungsmitglieder hatte der Bürger- und Heimatverein schließlich, rund 200 sind es heute. Die Renovierung des Rathskellers ist in mühevoller Arbeit geglückt und Akzeptanz hat er heute von allen Seiten. Dass der Verein sich nach diesem ersten Husarenstück weiter engagierte, ist überall im Ort sichtbar. Weder wäre die Klosterruine Asbeke ausgegraben worden, noch die Mühlenruine gesichert, nicht die Buswartehäuschen gebaut und auch nicht der Brunnen auf dem Kirchplatz neu errichtet worden, wenn Männer und Frauen des Vereins sich nicht engagiert hätten.

Ein weiteres besonderes Zeichen hat der Verein mit seinem Museum am Marktplatz gesetzt, in dem nicht nur mit Ausstellungsstücken die Geschichte des Ortes gezeigt wird, sondern das auch durch die Geschichten, die dort erzählt werden, die Geschichte Rehburgs lebendig erhält.

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