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„Vehrenheide“ soll Wohngebiet werden

Rehburg / Beteiligung von Eigentümern vorausgesetzt „Vehrenheide“ soll Wohngebiet werden

Das Rehburger Ferienhausgebiet „Vehrenheide“ soll in ein Wohngebiet umgewandelt werden. Der Rehburger Ortsrat hat der Umwandlung zugestimmt, entscheiden wird der Rat der Stadt.

Rehburg (ade). Der Ferienhaus-Charakter des außerhalb Rehburgs an der Straße nach Mardorf gelegenen Gebietes sei schon lange nicht mehr vorhanden, führte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke in der Ortsratssitzung aus. Zwei Drittel der Grundstücke würden dauerhaft bewohnt. Hinzu komme, dass viele Eigentümer größere Bauten auf ihren Grundstücken errichtet hätten als es der Bebauungsplan zulasse. Lange Zeit sei das nach dem Grundsatz „Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter“ geduldet worden. Letztlich habe der Landkreis Nienburg aber von der Stadt gefordert, dass diese Zustände geändert werden müssten: entweder durch Rückbau oder durch Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplan.
Letzteres favorisiert der Rat der Stadt. Die Planungen für die Änderung laufen seit dem vergangenen Jahr. Der waldartige Charakter des Gebietes solle durch eine Grundflächenzahl von 0,15, eingeschossige Bauweise und die Beschränkung von Nebengebäuden auf maximal 45 Quadratmetern erhalten bleiben. Allerdings möchte die Verwaltung für die entstehenden Kosten auch die Eigentümer aufkommen lassen, da diese schließlich diese Zustände verursacht hätten. Eine rechtliche Handhabe gebe es dafür nicht, sagte Franke, rund 60 Prozent der Eigentümer hätten sich aber zu einem freiwilligen Beitrag von jeweils bis zu 700 Euro bereit erklärt.
Unter diesen Vorzeichen soll die Änderung in ein Wohngebiet nun vollzogen werden. Voraussetzung soll dabei sein, dass die Eigentümer, die bisher lediglich eine Willenserklärung abgegeben haben, nun einen Vertrag unterzeichnen, mit dem sie sich zu der Zahlung verpflichten. Sofern die Mehrzahl der Eigentümer diese Verträge unterzeichne, solle die „Vehrenheide“ zum Wohngebiet werden. Was geschehe, wenn diese „Mehrzahl“ nicht zustande komme, sagte Franke, das müsse letztlich der Rat entscheiden.

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