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Von "Vieh und Kram" zur Wirtschaftsschau

Rehburg-Loccum / Wirtschaftsschau Von "Vieh und Kram" zur Wirtschaftsschau

Nahezu verdoppelt hat sich die Anzahl der Aussteller bei der Rehburg-Loccumer Wirtschaftsschau gegenüber dem Vorjahr. Vielfalt war auf der Schau und auf dem Frühjahrsmarkt vor dem Zelt angesagt.

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Fassbieranstich: Rehburgs Ortsbürgermeisterin Angelika Teßner - seit einigen Monaten im Amt - schafft den Hammerschlag bravourös.

Quelle: Foto: ade

Rehburg-Loccum (ade). 79 Aussteller seien insgesamt dabei, sagte Bürgermeister Martin Franke beim Marktempfang. Das lohne den hohen Aufwand, den die Stadt mit der Ausrichtung der Wirtschaftsschau habe. Und stolz sei er darauf, dass die Schau durch wirtschaftliche Power aus dem Stadtgebiet glänzen könne – schließlich komme rund die Hälfte der Aussteller aus Rehburg-Loccum.

Weshalb derart viele Aussteller sich angemeldet hätten, darüber konnte auch Rehburg-Loccums Wirtschaftsförderer Heinz Völlers nur spekulieren: es hätten wohl viele bemerkt, dass es sich durchaus lohne, bei dieser ersten Wirtschaftsschau im Jahr dabei zu sein. Aufgelegt vor etlichen Jahren, um dem dahin siechenden Frühjahrsmarkt auf die Sprünge zu helfen, hat sich das Bild mittlerweile verkehrt. Wenn auch Kinder und Jugendliche nach wie vor die Karussells, Fahrgeschäfte und Buden stürmen, so ist die Anzahl der Schausteller auf dem Festplatz doch deutlich geringer geworden, wohingegen die Wirtschaftsschau „brummt“.

Als Markt-Plattform taugt die Schau aber allemal gut, zumal damit auch die Tradition im eigentlichen Sinne gewahrt wird. Denn das Recht, einen „Vieh- und Krammarkt“ zu betreiben, hat die Stadt Rehburg bereits 1725 verliehen bekommen. „Kram“ war an zahlreichen Ständen vom Fensterputzmittel über Bonbons bis zu antiken Schränken vertreten. Blökende Lämmer, meckernde Ziegen und gehörnte Highland Cattles auf der landwirtschaftlichen Ausstellung machten unmissverständlich klar, dass auch das Vieh nach wie vor ins ländliche Rehburg gehört.
Das frühlingshafte Wetter mussten die Besucher sich denken, da nützte auch die Frühlingskrawatte nichts, die der Nienburger Landrat Detlev Kohlmeier sich, wie er sagte, eigens zu diesem Zweck umgebunden hatte. Das „Zehn-Punkte-Programm“, mit dem Franke erklärte, weshalb sich ein Besuch der Schau lohne, machte aber auch die Regentropfen wett. Den letzten dieser Punkte haben wohl viele Besucher angesichts froher Gesichter bei den Ausstellern beherzigt: „Geld ist zum Ausgeben da. Es macht keinen Sinn, auf dem Friedhof der Reichste zu sein.“

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