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Wird das Ortsbild geprägt, zahlt Sanierung sich aus

Rehburg / Förderprogramm Wird das Ortsbild geprägt, zahlt Sanierung sich aus

Welche Vorteile das Sanierungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ für Rehburg bringen kann, das erfahren Michael Dökel und Torsten Hammer in diesen Monaten deutlich. Ihr Ausbau eines Mehrfamilienhauses wird mit rund 57.000 Euro gefördert.

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Planer Willi Engelmann, Torsten Hammer, Martin Franke und Michael Dökel begutachten die förderfähigen Maßnahmen für das Haus in Rehburg.

Quelle: ade

Rehburg (ade). Drei sanierungsbedürftige Häuser in Rehburg haben der Landwirt und der Handwerker in den vergangenen Jahren schon auf Vordermann gebracht. Ihr Konzept, die Häuser zu kaufen, mit einem erheblichen Teil an Eigenleistung in Mehrfamilienhäuser umzuwandeln und anschließend zu vermieten, ist bisher immer gut aufgegangen. Das vierte Projekt haben sie zu Beginn dieses Jahres in Angriff genommen: ein leer stehendes Haus an der Ecke Jägerstraße/Mühlentorstraße, das von Manchem schon als abbruchreif eingestuft wurde. Die Bausubstanz war besser, als es anfangs schien, sechs Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern bauen Dökel und Hammer dort jetzt aus. Worüber sie sich besonders freuen, das ist die Förderung, die sie aus dem Sanierungsprogramm bekommen, denn so lohnt es sich für sie, dass sie intensiv gegen Leerstände im Rehburger Ortsbild arbeiten.

Das Gebäude, erläutert Martin Franke aus dem Bauamt der Stadtverwaltung, gehöre zu den 45 Häusern im Rehburger Ortskern, die als „Ortsbild prägend“ eingestuft worden seien. Damit könne ein erheblicher Teil der Investitionen gefördert werden.

Neben Investitionen in energetische Sanierung gehörten auch statische Sicherungen und sogar – in festgelegtem Rahmen – Ausbauten wie Bäder dazu. Mit ihren Ideen für das Haus seien Hammer und Dökel zur Stadt gekommen, der Sanierungsträger habe ihnen bei den Anträgen geholfen und nun bekämen sie 57.000 Euro der Kosten erstattet. Ursprünglich sei die Summe noch kleiner gewesen, doch als sich bei den Bauarbeiten heraus gestellt habe, dass die Dachkonstruktion marode war, da sei die nachträgliche Anmeldung ohne weiteres möglich gewesen, sagt Hammer.

Die Möglichkeiten des Förderprogramms würden gut genutzt, berichtet Franke. Vor drei Jahren sei das Programm für Rehburg gestartet, seitdem seien rund 700.000 Euro ausgeschüttet worden. Zirka 40 Prozent davon hätten private Investoren bekommen.
Neben den 45 Häusern, denen vom Land Niedersachsen bescheinigt wurde, dass sie das Ortsbild prägen, können auch für alle übrigen Bauten im Sanierungsgebiet Mittel beantragt werden. Gibt es für die ‚besonderen’ Häuser 30 bis 40 Prozent Förderung, so wird den übrigen eine steuerliche Vergünstigung zugestanden. Die möglichen Fördermittel sind noch lange nicht aufgebraucht. Allerdings sollten die Eigentümer nicht zu lange zögern, merkt Franke an – in fünf Jahren laufe das Programm aus.

„So günstig bekommen wir das nie wieder“, sagen Michael Dökel und Torsten Hammer. Zum Winter soll das Haus bezugsfertig sein. Fast alle Wohnungen sind schon vermietet – ein sicheres Zeichen dafür, dass auch im ländlichen Rehburg großer Bedarf an kleineren Wohnungen besteht.

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