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„Damit alle Kinder essen können“

Rehburg-Loccum / Sozialfonds „Damit alle Kinder essen können“

Ist gewährleistet, dass alle Kinder in den Rehburg-Loccumer Grundschulen die Möglichkeit haben, am Mittagessen teilzunehmen? Diese Frage hat der Schulausschuss der Stadt in seiner jüngsten Sitzung bei den Schulleiterinnen hinterfragt.

Rehburg-Loccum (ade). Ein Wechsel im Anbieter für das Mittagessen in den Grundschulen ist der Auslöser der Diskussion gewesen. Statt bisher von einem örtlichen Anbieter das täglich zubereitete Essen geliefert zu bekommen, sind die Grundschulen vor einigen Monaten dazu übergegangen, schockgefrorene Kost zu beziehen. Das Essen müsse nicht stundenlang warm gehalten werden, Nährstoffe blieben besser erhalten, die Auswahl sei vielfältiger, und teurer sei das Essen auch nicht geworden, führte Matthias Struckmeyer, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, aus. Die Anzahl der bestellten Essen in den Probemonaten sei gleich geblieben gegenüber früher, in der Oberschule Loccum habe sich die Anzahl sogar verdoppelt. Die Probephase sah der Schulausschuss damit als beendet an und stimmte dafür, den Wechsel dauerhaft zu vollziehen.
2,10 Euro kostet jedes Mittagessen in den Grundschulen, 2,30 Euro in der Förderschule. „Was ist mit den Kindern, die sich das nicht leisten können?“, wollte Rüdiger Dreßler (CDU) wissen. Viele Kinder aus sozial schwächeren Familien bekämen Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, antwortete Rehburgs Schulleiterin Corinna May. Für sie koste das Essen dann lediglich einen Euro, und das sei „von fast allen aufzubringen“. Aber auch der Sozialfonds, den die Stadt vor einigen Jahren aufgelegt habe, werde genutzt, um Kindern zu einem warmen Mittagessen zu verhelfen. Das Geld aus diesem Fonds werde aber nicht leichtfertig eingesetzt, sondern nur in offensichtlichen Notfällen. Eine „Grauzone“ bleibe allerdings bestehen. Ob diese Kinder kein Geld hätten oder ihnen das Essen einfach nicht schmecke, könnten die Lehrer nicht beurteilen. „Die Mitarbeiter, die bei uns das Essen ausgeben, haben einen guten Blick dafür“, sagte Münchehagens Leiterin Janine Meyer-Rode, „wenn sie sehen, dass ein Kind nicht genug Essen hat, geben sie ihm etwas.“
Der Anmerkung von Dörte Zieseniß (SPD), dass das Ziel des Rates mit der Festlegung des Sozialfonds unter anderem gewesen sei, dass alle Kinder, die essen wollen, auch essen können, schlossen sich die Ausschussmitglieder an.

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