Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Rehburg-Loccum Keine „starre“ Kunst
Keine „starre“ Kunst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:33 30.11.2010
Die Männer halten in Händen, was Antonina Faley geschaffen hat.

Loccum (ade). Gemeinsam sei es einfacher, Ausstellungen zu gestalten, das meinten 1990 vier weißrussische Künstler und gründeten die Gruppe „Orschitza“ - zu Deutsch etwa „fließend“ - um eben dieses zu tun. Auch wenn die Mitglieder der Gruppe gelegentlich gewechselt haben, sind sie diesem Ziel treu geblieben und auch an ihrer Grundhaltung, dass sie keine „starre“ Kunst zeigen wollen, hat sich nichts geändert.

An die erste Ausstellung der Gruppe, noch zu Zeiten der Sowjetunion, erinnern sich alle gut, denn sie dauerte nur einen Tag. „Nicht verständlich“ hieß es von staatlicher Seite, die Bilder mussten von den Wänden genommen werden. Erfolge mit Ausstellungen - unter anderem in St. Petersburg und in Moskau - stellten sich in späteren Jahren ein. Nun, zum 20-jährigen Bestehen, zeigen vier Mitglieder ihre Arbeiten in Loccum und Bad Rehburg, weil ihnen die Ausstellungsräume zusagen und weil sie seit Jahren eng mit dem Verein „Lust auf Kunst“ zusammenarbeiten. Alexander, Antonina und Gennadi Faley sind selbst bei der Vernissage anwesend, Anatoli Schurawlow hat ihnen seine Arbeiten mitgegeben.

An beiden Orten sind abstrakte Malerei, Grafiken und Installationen bis zum 6. Februar 2011 zu sehen. Das Loccumer Atelier ist mittwochs, sonnabends und sonntags, 15 bis 17 Uhr geöffnet. In der „Romantik Bad Rehburg“ ist die Ausstellung mittwochs bis sonntags, 13 bis 17 Uhr, zu sehen.