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Von Neugierde geprägt

Loccum / JuniorAkademie Von Neugierde geprägt

Im sechsten Jahr haben Jugendliche in der Evangelischen Heimvolkshochschule die Chance gehabt, an ihren besonderen Begabungen zu arbeiten. Mit einer Präsentation der Ergebnisse endete die JuniorAkademie.

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 Wie funktioniert ein Windrad? Zur Präsentation ihrer Arbeiten übernehmen die Jugendlichen selbstbewusst die Regie.

Quelle: ade

von Beate Ney-Janssen Loccum. Eva spielt Geige. Und trägt dazu Gummistiefel. Auf denen steht in bunten Buchstaben „Streber-Camp Loccum 2014“. So nehmen sie sich selbst etwas auf die Schippe und kommen gängigen Vorurteilen zuvor – die 60 Jugendlichen, die eine Woche ihrer Herbstferien freiwillig damit verbracht haben zu lernen, zu forschen, zu diskutieren und zu arbeiten.

 Mancher von ihnen wird sich gelegentlich anhören müssen, dass er ein Streber ist. Doch wer hört das schon gerne? Aber wenn die Neugierde doch so groß ist, dass immer neue Fragen aufgeworfen, die Antworten begierig aufgesaugt werden und wieder zu neuen Fragen führen?

 Eine Gelegenheit, bei der das Wort „Streber“ nicht im negativen Sinne auf sie zukommt, ist die JuniorAkademie, zu der die Heimvolkshochschule einmal im Jahr einlädt und für die sich Jugendliche mit besonderen Begabungen bewerben können. Das Ziel der Akademien hat in seinem Grußwort der Vertreter der VGH-Stiftung, Frank Roemer, zusammengefasst. Er habe nämlich, sagte er, den ersten Antrag auf Förderung, den die Bildungseinrichtung 2009 gestellt habe, noch einmal hervorgeholt. „Unser Ziel ist es, jungen Hochbegabten nicht nur pragmatisch-instrumentelle, sondern auch philosophische, kulturelle und religiöse Themen nahe zu bringen“, heiße es dort. Als hochbegabt werden die Jugendlichen mittlerweile kaum jemals noch bezeichnet, „vielseitig interessierte, begabte und motivierte“ Jugendliche wurden mit der Ausschreibung vielmehr gesucht.

 Während der Oberbegriff der Veranstaltung in den ersten Jahren „Sinn und Verstand“ war, lief sie in diesem Jahr unter dem Motto „Horizonte erweitern – Grenzen verschieben“. Die Vielfalt der angebotenen Kurse hat sich indes nicht geändert: Philosophie – zur Frage nach dem (Un)Sinn von Strafe; Biologie – auf der Suche nach der DNA und den Geheimnissen des Moores; Theater – mit den immer wieder spannenden Loccumer Kloster-Inszenierungen; Physik – dieses Mal zu regenerativen Energien. Diese Kurse bildeten den Schwerpunkt der Arbeit der Jugendlichen. Viele besondere Interessen konnten also erneut bedient werden.

 Die Ergebnisse ihrer Arbeit haben die Jugendlichen zum Ende der Woche allen Teilnehmern, ihren Eltern und einigen Ehrengästen präsentiert. Erklären, zeigen, vorführen und erläutern konnten sie, was sie gemacht haben. Die Theatergruppe musste zwei Vorstellungen direkt nacheinander geben – für sämtliche Gäste war der Saal nicht groß genug.

 Großen Applaus gab es für alle Gruppen, auch und gerade für die jungen Forscher in Sachen Windenergie. Sie hatten ein Windrad in Miniatur gebaut und wollten zum Abschluss dessen Funktionsfähigkeit demonstrieren. Die Tücke lag im Detail, ein Kabel war durchschmort – und obwohl das Rad kräftig angepustet in Bewegung geriet, wollte das Lämpchen am anderen Ende der Konstruktion einfach nicht leuchten. Die Schlappe nahmen die jungen Forscher hin. Nach einem Moment mit langen Gesichtern lachten sie über den Vorführ-Effekt. ade

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