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Willkommenheißer und Wegbegleiter

Netzwerkbüro bietet Hilfe für Flüchtlinge Willkommenheißer und Wegbegleiter

Flüchtlinge sind seit einigen Wochen auch in Rehburg-Loccum angekommen. Das Netzwerkbüro „Ehrenamt vor Ort" (EvO) hat in Kooperation mit der Stadt ein umfassendes Hilfsprojekt gestartet.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Rehburg-Loccum. Sechs Familien sind es, für die Tina Hauser mittlerweile eine Wohnung gefunden hat. Sie ist im Rathaus der Stadt Ansprechpartnerin für den Landkreis, mietet Wohnungen, nimmt Flüchtlinge in Empfang und hilft ihnen über die ersten Hürden. Nach dem Verteilerschlüssel müssten in der Stadt bereits bis zu 90 Flüchtlinge untergebracht worden sein – weitaus weniger sind es bisher. Der Grund: Es steht nicht genügend Wohnraum zur Verfügung. Dennoch gibt es Lichtblicke. So würden in den folgenden Wochen noch zwei Familien in die Stadt kommen, für die sie bereits Wohnungen habe, berichtet Hauser. Die erste Hilfe, ein Dach über dem Kopf, Grundausstattungen für die Wohnungen sowie viele Informationen sind das eine, was die Flüchtlinge bekommen.

 Dass eigentlich noch mehr nötig ist, weiß auch Hauser. Allein kann sie dies allerdings nicht bewältigen. Umso glücklicher ist sie, dass nun der Rehburg-Loccumer Verein „Ehrenamt vor Ort" in Kooperation mit ihr die Initiative ergriffen hat. „Wir müssen einander mit Liebe und Fürsorge begegnen“, sagt dessen stellvertretende Vorsitzende Evelyn Rossa. Für sie sei eine solche Hilfe ein klassisches Projekt für ein Netzwerkbüro. Gemeinsam mit weiteren Unterstützern wolle sie diesem Anspruch gerecht werden.

 Die erste Aktivität des Teams, einen Spendenaufruf zu starten, war bereits ein voller Erfolg. So manche Möbel sind ihnen schon angeboten worden. Einiges davon haben sie bereits an die Familien weitergegeben.

 Mindestens genau so wichtig ist der Kontakt zu den Ankömmlingen. Bei jeder der sechs Familien ist Rossa bereits zu Besuch gewesen. In der Stadt hat sie schon Menschen gefunden, die gelegentlich als Dolmetscher einspringen.

 Eine Rehburger Dolmetscherin war auch beim ersten Treffen der Flüchtlingsfrauen im Büro des EvO anwesend. Gesprochen wurde über alltägliche Probleme: Die Familien benötigten Kleidung, in einer Wohnung sei der Herd kaputt. Woanders funktioniere der Fernseher nicht – dabei wäre das doch auch eine gute Möglichkeit, die Sprache zu lernen.

 Auch wenn einige der Frauen bereits so manche Unterhaltung auf Deutsch verfolgen können, sucht das EvO weiterhin Menschen, die den Flüchtlingen die Sprache beibringen. Außerdem werden Paten gesucht, die für die Flüchtlinge als Ansprechpartner dienen und gelegentliche Fahrdienste übernehmen, wenn Betroffene zum Arzt müssen. ade

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