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Arbeiten am „Hot Spot“ der Zugvögel

Winzlar / Naturschutzgewässer Arbeiten am „Hot Spot“ der Zugvögel

Zur Beseitigung der „verbuschenden Bereiche“ im so genannten Vogelbiotop und zur Anlage weiterer Flachwasserbereiche im Naturschutzgebiet am Westufer des Steinhuder Meeres sind zur Zeit einige Bauarbeiten im Gang.

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Thomas Beuster sieht sich die Arbeit der umgebauten Pistenraupe lieber aus sicherer Entfernung an.

Quelle: jpw

Winzlar (jpw). „Wir arbeiten hier am ‚Hot Spot’ der Zugvögel“, erläutert Thomas Beuster, Geschäftsführer der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) im Gespräch mit dieser Zeitung. Während in der Nähe der Rundweges mit Hilfe großer Fahrzeuge zwei weitere Naturschutzgewässer angelegt werden, frisst sich eine umgebaute Pistenraupe in den Saum aus Weiden an der alten Vewallung des Steinhuder Meeres, rund 60 bis 80 Meter Luftlinie vom Ufer entfernt.

„Diese Flächen haben in den vergangenen zehn Jahren für Zugvögel keinen Wert mehr gehabt“, sagt Beuster.

Entsprechende Mäh- und Schredderarbeiten am Dümmer haben die Verantwortlichen am Steinhuder Meer dazu ermutigt, im vergangenen Jahr in Absprache mit den Naturschutzbehörden, im Vogelbiotop mit umfangreichen Pflegearbeiten zu beginnen.

Einerseits, sagt Beuster, sollen Büsche beseitgt werden, „um bedrohte, röhrichtwohnende Vogelarten in ihrem Bestand zu fördern“, und andererseits auch dem Besucher einen besseren Einblick in attraktive, halboffene Flachwasserbereiche zu ermöglichen.

Die Bilanz der Arbeiten des vergangenen Jahres fällt für die ÖSSM positiv aus: „Wir haben im Frühjahr erstmals seit fünf Jahren wieder eine höhere Zahl von Zugvögeln gehabt , darunter solche Seltenheiten wie Löffler, Säbelschnäbler und Schwarzstörche“, berichtet Beuster.

Als „geradezu sensationell“ bezeichnet der wissenschaftliche Stationsleiter Thomas Brandt die Beobachtung eines Seggenrohrsängers im vergangenen Monat, der in Deutschland als so gut wie ausgestorben gilt.

Bis an die alte Verwallung es Steinhuder Meeres heran entfernt das Spezial-Kettenfahrzeug der Firma aus Wagenfeld-Ströhen das Buschwerk und schreddert es an Ort und Stelle. „Ähnliche Fahrzeuge werden auch bei der Moorrenaturierung eingesetzt“, sagt Beuster. Rund fünfzig Meter vom Einsatzort steht ein weiteres Kettenfahrzeug bereit, mit dem eingegriffen werden kann, falls die Pistenraupe auf dem Moorboden einsinken sollte.

Seit drei Jahrzehnten wird das ehemalige Grünland nicht mehr bewirtschaftet, eine regelrechte Grasnarbe gibt es nicht mehr, nahezu flächendeckend hat sich auf dem rund 45 Hektar großen Areal kniehoher Zweizahn breit gemacht und „seine ökologische Nische gesucht“, wie Beuster es formuliert.

Zum Abschluss der Arbeiten werden in rund 14 Tagen die Flächen gemäht, um im Frühjahr, wenn das Wasser des Steinhuder Meeres die Flächen flutet, einen attraktiven Flachwasserbereich für Tausende von Zugvögeln vorhalten zu können.

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