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Anna-Forcke-Stift: Entscheidung im Oktober?

Barsinghausen Anna-Forcke-Stift: Entscheidung im Oktober?

Die Weichen für den Umbau des früheren Anna-Forcke-Stiftes zu einem stationären Hospiz könnten im Oktober gestellt werden. Für nächsten Monat erwarten die Eigentümer Ernst und Andrea Wildhagen eine endgültige Entscheidung ihrer Hausbank zur Risikoübernahme bei der Finanzierung.

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Normalerweise ist das rund 200 Jahre alte Vierständerhallenhaus am Bantorfer Brink nicht öffentlich zugänglich. Am Tag des offenen Denkmals haben die Besitzer das Gebäude für alle Interessierten geöffnet.

Quelle: Sacha

Barsinghausen. „Wir suchen nach gemeinsamen Lösungen, um die Wirtschaftlichkeit des Projektes herzustellen“, sagte Ernst Wildhagen beim Tags des offenen Denkmals am Sonntag.Nach Wildhagens Worten müssen die ausstehenden Entscheidungen zeitnah fallen. „Wenn das bis Oktober nicht klappt, ist der Zug für einen Baubeginn im Jahr 2018 abgefahren.“ Der Eigentümer verwies darauf, dass er selbst bereits erhebliche Vorleistungen für Planungskosten erbracht habe. „Weiteres Geld geben wir erst dann aus, wenn wir wissen, dass das Ganze etwas wird“, betonte er.

Im Dialog mit der Stadtverwaltung über Denkmalschutzauflagen – auch zur Gestaltung der geplanten neuen Wohnhäuser im unteren Teil des Grundstücks – sind dagegen offenbar Fortschritte zu verzeichnen. Nach Wildhagens Worten gibt es vonseiten der Verwaltung positive Signale und den Willen zur Unterstützung bei dem Umbauvorhaben. Beim Tag des offenen Denkmals besuchten Hunderte von Gästen das historische Gebäude am Deisterhang oberhalb der Bergstraße, das bereits seit mehr als 25 Jahren leer steht.Ein weiterer Anlaufpunkt für die Freunde historischer Baukunst war am Sonntag ein fast 200 Jahre altes Vierständerhallenhaus am Bantorfer Brink. Am Tag des offenen Denkmals stand das sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude allen Interessierten zur Besichtigung offen. Für Ferdinand Schäfer ist ein Kindheitswunsch in Erfüllung gegangen. „Schon als kleiner Junge habe ich davon geträumt, eines Tages ein Bauernhaus zu besitzen“, sagte der Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes. Vor rund 20 Jahren hatte er das Gebäude einschließlich des angrenzenden Viehstalls gekauft. Die Familie Schäfer funktionierte den Stall zu einem Wohnhaus um und bewohnt ihn seit nunmehr zwölf Jahren selbst.

Das Vierständerhallenhaus habe er damals bewusst als Denkmal gekauft, berichtete Schäfer – ohne zunächst zu wissen, wie er es eines Tages nutzen würde. „Mir geht es in erster Linie um den Erhalt des Denkmals“, sagte er. Seit 2003 laufen die Restaurationsarbeiten. Nachdem zunächst das Dach und die Decken erneuert wurden, wechselte Schäfer in Absprache mit der Denkmalbehörde, Experten der Interessengemeinschaft Bauernhaus sowie örtlichen Handwerkern die Schwellen aus, erneuerte die Fassade und isolierte das 1824 errichtete Gebäude. „Es ist aber nach wie vor einiges zu tun“, berichtete der Eigentümer. Als nächstes werde er den Dielenboden verlegen, die Nebenräume mit Lehmputz verschönern und weiter an der Energieeffizienz der Halle arbeiten. Wie er das Denkmal eines Tages nutzen werde, stehe bislang noch nicht fest, sagte Schäfer. „Über eine Geschäftsidee habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“

Von Andreas Kannegießer und Marcel Sacha

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