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Barsinghausen Steigerwald verlässt den Stiftungsvorstand
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Steigerwald verlässt den Stiftungsvorstand
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00:52 29.04.2018
Eckard Steigerwald (von links) zieht sich aus dem Vorstand der Siegfried-Lehmann-Stiftung zurück. Bürgermeister Marc Lahmann begrüßt Silvia Bethe als neue stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende sowie Bernd Steger als neues Vorstandsmitglied. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

 Nach 21 Jahren ist für Eckard Steigerwald jetzt endgültig Schluss: Der ehemalige Barsinghäuser Stadtarchivar räumt seinen Platz als geschäftsführendes Vorstandsmitglied in der Siegfried-Lehmann-Stiftung. Mit Bernd Steger übernimmt ebenfalls ein Historiker die Nachfolge im Stiftungsvorstand.

Als hauptamtlicher Archivar der Stadt Barsinghausen führte Eckard Steigerwald seit 1997 die Geschäfte der Siegfried-Lehmann-Stiftung. Trotz seines Eintritts in den beruflichen Ruhestand vor zwei Jahren blieb Steigerwald im dreiköpfigen Vorstand und führte die Geschäfte ehrenamtlich weiter.

Einige Aufgaben habe er unbedingt noch erledigen wollen -- zum Beispiel die Verlegung weiterer Stolpersteine im Vorjahr zum Gedenken an die Barsinghäuser Opfer des Nationalsozialismus sowie die Ausstellung über die Deportation jüdischer Mitbürger, die vor wenigen Wochen im Rathaus zu sehen war.

„Die Arbeit für die Stiftung habe ich immer als wichtige Angelegenheit gesehen“, sagte Steigerwald, der umfassende historische Recherchen zur Geschichte der Barsinghäuser Juden betrieben hat. Laut Bürgermeister Marc Lahmann, der als Vorsitzender den Stiftungsvorstand leitet, investierte der ehemalige Archivar „ein riesiges Wissen“ in die Stiftungsarbeit.

Eckard Steigerwald sieht die Stadt Barsinghausen in der Verantwortung, die Geschäftsführung der Stiftung mit einer hauptamtlichen Kraft zu übernehmen. Denn die Geschichte der Familie Lehmann und aller Nazi-Opfer sei ein wesentlicher Teil der Barsinghäuser Geschichte. 

Seine Nachfolge sei mit Bernd Steger, der sich ehrenamtlich um die Geschäftsführung im Vorstand kümmert, dennoch bestens geregelt. Zu inhaltlichen Fragen will Steigerwald weiterhin seine fachliche Hilfe anbieten -- unter anderem bei der Neuauflage der Stolperstein-Broschüre sowie für die geplante Informationstafel über das Synagogengebäude in Barsinghausen.

Bernd Steger hat sich nach seinem Geschichtsstudium intensiv mit der NS-Zeit befasst und gemeinsam mit Pastor Reinhard Dunkel aus Egestorf mehrere Studienfahrten nach Auschwitz organisiert. Für seine neue Aufgabe habe er sich vorgenommen, insbesondere die Kontakte zu jungen Menschen zu pflegen und dabei die Schulen einzubinden.

„Ich will beispielsweise ein Instrument für Jugendliche schaffen, um dem wachsenden Antisemitismus entgegentreten zu können“, erläuterte Steger, der vor wenigen Tagen vom Stiftungskuratorium in den Vorstand berufen wurde.

Im siebenköpfigen Kuratorium selbst hat Silvia Bethe, Leiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums, den stellvertretenden Vorsitz übernommen. Sie folgt in dieser Funktion auf den verstorbenen Dirk Hasselhoff. 

„Das Amt trete ich gerne an. Die Stiftung leistet eine wichtige Arbeit, um die Erinnerung an die NS-Zeit wachzuhalten“, betonte Bethe, die seit November 2016 dem siebenköpfigen Stiftungskuratorium unter der Leitung von Lilli Bischoff angehört.

Von Frank Hermann

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