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Barsinghausen Bert-Brecht-Förderschule darf weitermachen
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Bert-Brecht-Förderschule darf weitermachen
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16:21 20.06.2018
Das Gebäude der Bert-Brecht-Schule ist sanierungsbedürftig. Die Förderschule soll in Lerngruppen an einem anderen Standort weitergeführt werden. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen darf die Bert-Brecht-Förderschule für die nächsten zehn Jahre weiterführen. Der Genehmigungsbescheid der Landesschulbehörde ist zwar noch nicht im Rathaus eingetroffen. „Es gibt aber die mündliche Zusage, dass der Bescheid unterschrieben und der Brief auf dem Postweg ist“, berichtet CDU-Ratsherr Max Matthiesen, der sich persönlich bei der Behörde für die Förderschule eingesetzt hatte. „Wir können uns freuen“, sagt Matthiesen. „An der Bert-Brecht-Schule wird eine tolle Arbeit geleistet.“

Eigentlich war das Ende der Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen im Zuge der Inklusion schon besiegelt. Die neue Landesregierung hatte die strengen Vorgaben aber gelockert. Der Rat der Stadt hatte daraufhin im April einstimmig beschlossen, den Antrag auf Weiterführung der Schule zu stellen. Die erwartete schnelle Zustimmung war allerdings ausgeblieben. Statt dessen habe die Landesschulbehörde Bedenken geäußert und eine Ablehnung in Aussicht gestellt, berichtet der Erste Stadtrat Thomas Wolf. Daraufhin habe es eine Anhörung gegeben. „Wir haben unseren Antrag noch einmal nachgebessert“, berichtet Wolf. Letztlich konnte die Genehmigungsbehörde doch noch überzeugt werden.

Umstritten sei besonders die Frage gewesen, ob die Förderschule die notwendige Anzahl von 13 Schülern je Jahrgang erreichen könne oder nicht, sagt Wolf. Diskussionen gab es laut Matthiesen auch um die Frage, ob die Gemeinde Wennigsen und mehrere Gehrdener Ortsteile als Teile des Einzugsbereiches der Bert-Brecht-Schule gewertet werden dürfen oder nicht.

Die Verwaltung habe noch einmal mit den Grundschulen gesprochen über die Prognosen zur Zahl der Schüler mit Förderbedarf, sagt der Erste Stadtrat. Zudem seien zunächst Schüler mit potenziellem Förderbedarf nicht berücksichtigt gewesen, für die noch keine Gutachten vorlägen. Nach der Nachbesserung stehe nun aber fest: „Wir kommen guten Gewissens auf jeweils mindestens 13 Schüler in den nächsten Jahren“, betont Wolf.

Bisher noch nicht entschieden ist, wo die Förderschüler mittelfristig unterrichtet werden. „Am Standort zu bleiben wäre schwierig“, sagt Wolf. Das bisherige Schulgebäude an der Schulstraße müsste brandschutztechnisch mit Millionenaufwand nachgerüstet werden und darf laut Vereinbarung mit der Aufsichtsbehörde nur noch bis längstens 2021 genutzt werden. Die Stadtverwaltung setzt deshalb nach den Worten des Ersten Stadtrates auf die Einrichtung von Lerngruppen für Förderschüler an einer weiterführenden Schule. In Frage kämen die Lisa-Tetzner-Oberschule oder die Goetheschule, erläutert Wolf. Letztlich hänge die Entscheidung vom Ergebnis der ausstehenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zur Zukunft der Lisa-Tetzner-Schule ab. Bisher habe die Verwaltung einen Entwurf dieses Gutachtens erhalten. „Allerdings sind darin viele Fragen offen geblieben. Die Betrachtung ist noch nicht belastbar“, sagt Wolf. Das Beratungsunternehmen soll nun ebenfalls nachbessern. „Wir hoffen, dass wir die Betrachtung im Juli bekommen“, betont Wolf. Noch im Sommer solle dann die Entscheidung über den künftigen Standort fallen. Es bestehe „erheblicher Druck“.

Von Andreas Kannegießer

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