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Barsinghausen City-Center: Stadt wünscht sich mehr Planungstempo
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen City-Center: Stadt wünscht sich mehr Planungstempo
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17:02 29.10.2018
So könnte der Bereich des City-Centers künftig aussehen: Die Gebäude mit den roten Dächern werden aus dem Altbestand erhalten, die fünf hellen Wohngebäude könnten neu gebaut werden. Quelle: if-architecture GmbH
Barsinghausen

Im Barsinghäuser City-Center haben die angekündigten Arbeiten zur Sanierung der Fassaden und der Ladenflächen im vorderen, zum Europaplatz hin ausgerichteten Gebäudeteil begonnen. Derweil gehen die Planungen weiter, Teile des rückwärtigen Gebäudeensembles zu entfernen und dort und auf einem angrenzenden Grundstück an der Altenhofstraße im großen Stil Wohnungen zu bauen. Die Stadtverwaltung wünscht sich aber noch mehr Dynamik im Planungsprozess. „Ja, es geht in die richtige Richtung“, sagt der für Planen und Bauen verantwortliche Fachdienstleiter Florian Jürgens. „Aber es geht nicht so schnell wie gewünscht.“

Das City-Center ist seit vielen Jahren das städtebauliche Sorgenkind in Barsinghausen. Mehr als ein Jahrzehnt lang hatte die Unternehmerfamilie Widdel mit Hilfe eines Projektentwicklers vergeblich versucht, große Handelsunternehmen als sogenannte Ankermieter für den Standort zu gewinnen. Nur so hätte die dringend notwendige Modernisierung vor allem der rückwärtigen Flächen finanziert werden können. Nach dem neuen Konzept soll nun nur noch die sogenannte Shopzone rund um den zum Europaplatz hin gelegenen Innenhof erhalten bleiben. Statt dessen setzt Eigentümer Friedhelm Widdel voll auf den Bau von Wohnungen. „Die Grundsatzentscheidung ist gefallen“, betont Widdel. Es gebe mehrere potenzielle Investoren, die sich für das Vorhaben interessierten, sagt er. „Wir haben uns für einen entschieden.“ Das Ganze sei aber „ein großes Projekt“, mit dem derzeit Statiker, Architekten und andere Experten beschäftigt seien. Widdel hält nach wie vor eine Größenordnung von 80 bis 100 Wohnungen für realistisch. „Wie groß es am Ende wird, müssen wir sehen“, sagt der Eigentümer der Ladenflächen. „Je nachdem, für welche Größe Bedarf besteht.“

So könnte der Bereich des City-Centers künftig aussehen: Die Gebäude mit den roten Dächern werden aus dem Altbestand erhalten, die fünf hellen Wohngebäude könnten neu gebaut werden. Quelle: if-architecture GmbH

Ersten Architektenplänen zufolge würden im Bereich des jetzigen Parkdecks und der darunter liegenden Ladenflächen zwei neue, etwa viergeschossige Wohngebäude entstehen, drei weitere könnten auf angrenzenden Grundstücken gebaut werden.

Nach den Worten von Fachdienstleiter Jürgens ist auch die Stadt ganz auf das neue Konzept der Wohnbebauung eingeschwenkt. „Es gibt keine Überlegungen mehr, im hinteren Bereich Einzelhandel zu entwickeln“, sagt er. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist es unbedingt notwendig, das Grundstück des City-Centers zu teilen und das Neubauprojekt auf einem Areal zu verwirklichen, auf dem es keine Mitspracherechte Dritter mehr gibt. Die alten Gebäudeteile mit Wohnungen und der Shopzone, die stehenbleiben sollen, müssten zudem durch bauliche Maßnahmen voneinander getrennt werden, betont Jürgens. Unabhängige Ver- und Entsorgungsleitungen seien unabdingbar. „Das ist von den Eigentümern inzwischen verstanden worden“, sagt der Fachdienstleiter. Die Stadtverwaltung wünsche sich für die neuen Gebäude nicht ausschließlich Wohnungen, sondern einen Mix. „Wir stellen uns auch die Ansiedlung etwa von Arztpraxen oder Anwälten vor.“

Auch aus Sicht des Bauausschussvorsitzenden Gerald Schroth (CDU) kommt die Planung bisher langsamer voran als nötig wäre. „Wir haben den Investoren deutlich gemacht, dass wir uns ein schnelleres Tempo wünschen“, sagt Schroth, auch wenn das Vorhaben wegen der notwendigen Trennungen „nicht ganz trivial“ sei. Die Politik erwarte eine einheitliche und vernünftige Lösung für die Gesamtfläche einschließlich des Areals an der Altenhofstraße, betont der Ausschussvorsitzende. Widerstände, etwa vonseiten der Eigentümer der vorhandenen Wohnungen im City-Center, erwarte er nicht. „Ein Gespräch mit Vertretern der Wohnungseigentümer ist sehr positiv verlaufen“, berichtet Schroth.

Die Shop-Zone des City-Centers zum Europaplatz hin wird modernisiert. Die Gerüstbauarbeiten haben begonnen. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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