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Barsinghausen Der TSV hat seine Schulden nun im Griff
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Der TSV hat seine Schulden nun im Griff
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00:44 02.05.2018
Seit 60 beziehungsweise 75 Jahren im Verein: Lotti Odening (vorne von links), Inge Fischer, Wilma Reinhardt, Anneliese Rohrmoser und Heinz Belger. Erste Gratulanten sind die Vorstandsmitglieder Kerstin Beckmann und Detlev John. Quelle: Mirko Haendel
Barsinghausen

 Schrumpfen die Mitgliederzahlen weiterhin wie bisher, dann rutscht der TSV Barsinghausen in etwa drei Jahren unter die 1000er-Marke. Trotz dieser Enwicklung blickt der TSV-Vorstand optimistisch in die Zukunft. Bei der Verschuldung sei „endlich Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen, und auch dem Ziel, die TSV-Hütte in eine Kindertagesstätte umzubauen, sei man einen Schritt näher gekommen.

Die Haushaltskonsolidierung sei auf einem guten Weg, betonte Vorsitzender Klaus-Jürgen Dallmann während der Jahresversammlung am Freitagabend. Den TSV drücken seit vielen Jahren erhebliche Schulden. Dank der aktuellen Niedrigzinsphase und der Neustrukturierung der Vereins- und Spartenbeiträge sei jedoch Ruhe eingekehrt in den Verein. Mittlerweile seien die Verbindlichkeiten auf unter 300.000 Euro geschrumpft und verminderten sich jährlich um etwa 30.000 Euro, berichtete der Vorsitzende. „Erstmals seit Jahren haben wir im vergangenen Jahr einen Gewinn gemacht –nämlich 2000 Euro“, sagte Dallmann.

Der TSV Barsinghausen wird in den kommenden Jahren allerdings weiterhin viel Geld in die Sanierung seiner Sportanlage stecken müssen. Mit den Arbeiten an den Außenanlagen wie der Reparatur des Zauns, des von Wildschweinen beschädigten Naturrasenplatzes und der Aufarbeitung des Kunstrasenplatzes haben die Mitglieder bereits begonnen. Das Gutachten der Umweltberatung Hannover zur weiteren energetischen Sanierung des Vereinsheims stimmt den Vorstand optimistisch, auch diese Maßnahmen finanziell stemmen zu können. „Der geschätzte Betrag ist in einem akzeptablen Rahmen, und bei einer Förderung der Maßnahmen durch den Landes- und den Regionssportbund (RSB) ist das von uns zu schaffen. Das stimmt uns ganz froh“, betonte Dallmann.

Gedämpft sei Stimmung allerdings hinsichtlich der notwendigen Sanierung der Tribüne. Ein Zuschussantrag beim RSB wurde bewilligt, der Förderbetrag ist bereits geflossen, doch wisse der Verein noch nicht, wie er die Anlage, die immer wieder von Oberflächenwasser aus dem benachbarten Waldstück unterspült werde, nachhaltig sanieren könne. „Es gab bereits Streit mit dem Eigentümer, der Klosterkammer, denn sie wird uns in keinerlei Weise bei der Behebung des Problems unterstützen“, beklagte der Vorsitzende.

Eine Möglichkeit, die finanzielle Situation des Vereins zu verbessern, sieht der TSV darin, die sogenannte TSV-Hütte neben dem Vereinsheim in eine Kindertagesstätte umzubauen und diese von einem freien Träger betreiben zu lassen. Das bereits bereits länger geplante Projekt gehe weiter voran, so Dallmann. Eine aktuelle Kostenschätzung eines Architekten habe einen Kostenaufwand von 400.000 Euro ergeben. Der TSV rechnet mit Investitionszuschüssen von insgesamt 300.000 Euro und plant, die Finanzierungslücke von 100.000 Euro über den späteren Betreiber, die AWO, schließen zu können. „Wir wollen die Finanzierung nicht dem Verein umhängen“, betonte Dallmann. Jetzt warte der Verein darauf, dass die Stadt Barsinghausen den Flächennutzungs- sowie den Bebauungsplan ändere, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umwidmung zu schaffen.

Die Umwidmung in eine Kindertagesstätte bringe dem Verein zwar „keinen direkten Nutzen in Zahlen“, wie Dallmann sagte, doch hoffe der Vorstand, über die Kita Nachwuchs rekrutieren zu können. Der ist nötig, wenn der Verein das Schrumpfen seines Mitgliederbestands stoppen will. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Mitglieder um 32 Personen von 1129 auf 1097 zurück. 

Die Mitglieder bestätigten Klaus-Jürgen Dallmann und den 1. Beisitzer Jan Sievers einstimmig in ihren Ämtern. Erneut konnte der Posten des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden, der seit Jahren vakant ist, nicht besetzt werden.

Stehende Ovationen gab es während der Versammlung für Inge Fischer, die für ihre 75-jährige Vereinstreue mit dem Treuebrief ausgezeichnet wurde. Den Treuebrief für 60 Jahre erhalten Adolf Beckedorf, Elise Belger, Heinz Belger, Lotti Odening, Wilma Reinhardt und Anneliese Rohrmoser, den Treuebrief für 50 Jahre Erika Koenecke, Rolf Beyer, Klaus Scholz, Torsten Brose, Bernd Dannenberg, Kersten Kochoreck und Thomas Schüddekopf. Die goldene Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft erhalten Brigitte Dressler, Gernot Dreyer, Heide-Marie Müller, Lars Koopmann, Marita Schmidt, Torsten Stühmann und Andreas Weber. Weitere Mitglieder wurden für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Von Mirko Haendel

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