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Barsinghausen Die Deisterquellen sind derzeit sehr ergiebig
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Die Deisterquellen sind derzeit sehr ergiebig
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00:27 04.06.2018
Im Grundwasserwerk Eckerde wird das aufbereitete Trinkwasser mit gewaltigen Pumpen zu den Hochbehältern im Deister gepumpt. Quelle: Archiv (Kannegießer)
Barsinghausen/ Eckerde

Nach der Hitzeperiode im Mai haben einige Kommunen in Norddeutschland bereits mit Trinkwasserknappheit zu kämpfen. In Barsinghausen sind derzeit noch keine Probleme in Sicht. „Die Lage ist relativ entspannt“, sagt der technische Leiter der Stadtwerke, Torsten Holzhausen. Die Gründe dafür seien der zuletzt ergiebige Zufluss der Deisterquellen und der im vergangenen Jahr abgeschlossene Neubau des Tiefbrunnens 5 im Grundwasserwerk Eckerde.

Auch im Barsinghäuser Versorgungsgebiet hat es schon Phasen gegeben, in denen die Stadtwerke kaum den Bedarf decken konnten. Zuletzt hatte das kommunale Versorgungsunternehmen Ende Juni 2017 die Bürger dazu aufgerufen, sparsam beim Trinkwasserverbrauch zu sein und auf die Bewässerung von Gärten und Sportanlagen zu verzichten. Solche problematischen Phasen gab es immer dann, wenn die Deisterquellen deutlich weniger Wasser lieferten als im langjährigen Durchschnitt.

Weil das Winterhalbjahr vergleichsweise feucht war, hat der Deister offenbar viel Regenwasser speichern können, das nun nach und nach über die Deisterquellen abfließt. Im April hätten die Stadtwerke mehr als 101.000 Kubikmeter Wasser aus den Quellschüttungen im Deister gefördert, berichtet Holzhausen. „Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum nur 55.000 Kubikmeter.“ Die Wasserzulaufmenge aus dem Deister im April bedeutet auch im langjährigen Vergleich einen Spitzenwert, der nach Holzhausens Worten zuletzt 2010 erreicht worden ist. In der Zeit von Januar bis April 2018 hätten die Deisterquellen stets zwischen 90.000 und 115.000 Kubikmeter Trinkwasser geliefert, im Vorjahr waren es lediglich zwischen 30.000 und 60.000 Kubikmeter.

In Barsinghausen entlastet der Wasserzulauf aus dem Deister das Grundwasserwerk Eckerde, das an seiner Kapazitätsgrenze angekommen ist und in den nächsten Jahren ganz neu gebaut werden soll. Unabhängig vom geplanten Neubau der Aufbereitungsanlagen investieren die Stadtwerke auch in die Tiefbrunnengalerie rund um das Grundwasserwerk. Der Brunnen 5 sei 2017 ganz neu gebaut worden, berichtet Holzhausen. Der alte Brunnen habe zuletzt nur noch etwa 15 Kubikmeter Wasser pro Stunde liefern können. Das geschlitzte Rohr in der Tiefe des Brunnens sei mit Filtersteinen umgeben, erläutert der technische Leiter. „Das Ganze setzt sich irgendwann zu.“ Der neue Brunnen sei nur rund zehn Meter vom alten Schacht entfernt gebohrt worden. Er liefere die von der Wasserbehörde genehmigten 70 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Den alten Brunnenschacht haben die Stadtwerke nicht vollständig aufgegeben: Er ist zu einer Messstelle ausgebaut worden.

Der Wasserverbrauch im Barsinghäuser Stadtgebiet hat in den vergangenen Wochen wegen der warmen Witterung deutlich über dem Durchschnitt gelegen. „Wir merken schon, wenn viele Rasensprenger laufen“, sagt Holzhausen. In Spitzenzeiten speisen die Stadtwerke täglich bis zu 7000 Kubikmeter Trinkwasser in das Barsinghäuser Versorgungsnetz ein.

Von Andreas Kannegießer

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