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Barsinghausen Flüchtlingskinder erarbeiten eigenes Puppentheater
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Flüchtlingskinder erarbeiten eigenes Puppentheater
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13:36 28.08.2018
Die Kinder der Flüchtlingsunterkunft Rottkampweg haben sich ein eigenes Puppentheater ausgedacht. Quelle: privat
Barsinghausen

 "Eine weite Reise" hieß das Puppentheater-Projekt, das die Sechs- bis Elfjährigen in der Flüchtlingsunterkunft Rottkampweg mit ihren fantasievollen, selbstgebauten Puppen erzählten. Mohammed 8, findet dass sein König von vielen guten Freunden und einem kleinen Vogel begleitet werden soll, damit er sich vor dem Riesen Fatullah nicht fürchten muss. Das bunte Skelett Leoni weiß wunderschöne Lieder zu singen, die sich die achtjährige Istahel ausdenkt.

Nachdem die Jungen und Mädchen wochenlang gebastelt haben, um ihre Hand- und Stabpuppen zu fertigen, reisten diese am Sonntagabend in einer kleinen Aufführung gemeinsam durch Afghanistan, Iran, Somalia über Italien nach Hannover, um dort ein besseres Leben zu führen. Ausgedacht und begleitet wurde dieses Projekt von der Künstlerin Susanne Andreae und der Theaterpädagogin Delphine Hindemitt von der Kunstschule NOA NOA in Kooperation mit der Kulturfabrik Krawatte und der Stadt Barsinghausen.

Das Projekt wurde unterstützt vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler in Berlin, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht stark". Das Programm setzt sich dafür ein, dass jedes Kind die bestmöglichen Bildungschancen erhalten kann. Mit „Kultur macht stark“ leistet das Bundesministerium für Bildung und Forschungseit 2013 einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe für Kinder und Jugendliche, die unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen. Fast 600.000 Kinder und Jugendliche haben bis Ende 2017 in allen Teilen des Landes an Bildungsmaßnahmen teilgenommen. Aufgrund der Erfolge wird „Kultur macht stark“ ab 2018 für weitere fünf Jahre bis 2022 fortgesetzt. Das Bundesministerium für Bildung stellt dafür bis zu 250 Millionen Euro zur Verfügung. Damit handelt es sich um das größte Einzelprogramm zur Stärkung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch kulturelle Bildung, das es in Deutschland jemals gegeben hat.

"Solche Angebote kann es gerne noch viel mehr geben, denn den Lebensmut aus der eigenen Phantasie zu schöpfen macht uns alle stark", sagte Andreae.

Von Lisa Malecha

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