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Barsinghausen Grüne wollen Lisa-Tetzner-Schule unbedingt erhalten
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Grüne wollen Lisa-Tetzner-Schule unbedingt erhalten
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15:37 06.11.2018
Die fünfköpfige Grünen-Ratsfraktion mit Christian Röver (von links), Thomas Lux, Susanne Riemer, Ulrike Westphal und Abdulselam Dogan ist sich sicher: Die Lisa-Tetzner-Oberschule muss erhalten bleiben. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

In der Diskussion um die Zukunft der Lisa-Tetzner-Oberschule (LTS) hat sich nun auch die Ratsfraktion der Grünen festgelegt – und das „unumstößlich“, wie die schulpolitische Sprecherin Ulrike Westphal betonte: Die Grünen wollen demnach die Lisa-Tetzner-Schule an ihrem jetzigen Standort am Schulzentrum Am Spalterhals erhalten und dort einen Neubau für die Oberschule errichten lassen. Eine Angliederung an die Goetheschule lehnt die Fraktion strikt ab.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betonte Westphal. Mehrfach habe ein Arbeitskreis zum Thema mit den Schulleitungen der weiterführenden Schulen getagt. Zusätzlich habe sich die Fraktion in Gesprächen mit der Landesschulbehörde, mit Eltern und Pädagogen der Lisa-Tetzner-Schule und weiteren Experten informiert. „Wir sind uns jetzt ganz einig“, sagte Westphal. Zur Begründung verwies sie auf die „großen Unterschiede im gelebten Schulsystem in Barsinghausen“. Die Lisa-Tetzner-Schule habe ein besonders durchlässiges System, in dem die Schüler ihren Klassenverband in den Jahrgängen fünf bis zehn nicht verlassen müssten. In der Goetheschule (KGS) müssten die Schüler dagegen ab Klasse 7 die Schulzweige auswählen.

„Wir wollen in Barsinghausen die Angebotsvielfalt erhalten“, sagte Westphal. Die Oberschule biete gute Lernbedingungen, und auch Lehrer und Eltern fänden ein „behütetes System“ vor. „Viele Familien entscheiden sich sehr bewusst für ein kleineres System.“ Ein weiterer Vorteil der LTS am jetzigen Standort sei die Nähe zum Hannah-Arendt-Gymnasium. „Diese Situation ist für Schüler und Eltern attraktiv“, erläuterte Westphal. Bei einem Schulwechsel innerhalb des Schulzentrums würden die Schüler nicht stigmatisiert.

Auch die Rahmenbedingungen sprechen aus Sicht der Grünen deutlich für den Standort am Schulzentrum: Dort gebe es viel mehr Platz, während es in der Goetheschule „an allen Stellen eng“ sei. In dem Wirtschaftlichkeitsgutachten des Beratungsunternehmens Partnerschaft Deutschland –das die Verlagerung an die Goetheschule empfohlen hatte – sehen die Grünen etliche Widersprüche. „Wir waren erstaunt, dass die wirtschaftlichen Aspekte von der Verwaltung nach vorne gestellt wurden“, sagte Grünen-Ratsherr Thomas Lux. Bei der Betrachtung gehöre dagegen in den Mittelpunkt, „was für die Kinder am besten ist“. Ein weiteres Argument für den Bestand der Lisa-Tetzner-Schule ist nach den Worten von Abdulselam Dogan, dass die Ziele der Inklusion besser an einer Oberschule umsetzbar seien.

Die Grünen machen kein Hehl daraus, dass sie in Barsinghausen am liebsten eine Integrierte Gesamtschule (IGS) hätten. „Das wäre uns lieber als die KGS“, sagte Westphal und verwies darauf, dass Kooperative Gesamtschulen im Schulgesetz eigentlich nicht mehr vorgesehen seien und lediglich Bestandsschutz genössen. „Aber eine Umwandlung der KGS ist keine realistische Alternative“, betonte Westphal.

Von Andreas Kannegießer

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