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Barsinghausen Keine Mehrheit für Auslaufflächen für Hunde
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Keine Mehrheit für Auslaufflächen für Hunde
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00:47 28.04.2018
Das Areal zu Füßen der Himmelstreppe im Barsinghäuser Zechenpark ist aus Sicht der Stadtverwaltung als offizielle Hundeauslauffläche geeignet. Die Ratsgremien haben den Vorschlag abgelehnt. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

 Im Barsinghäuser Stadtgebiet wird es vorerst keine offiziell ausgewiesenen Auslaufflächen für Hunde geben. Ein entsprechender Vorschlag der Verwaltung ist im Bauausschuss und am Dienstagabend auch im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss gescheitert. 

In Barsinghausen gilt eine Anleinpflicht für Hunde nicht nur während der Brut- und Setzzeit in der freien Landschaft und im Wald. Die Verordnung über die öffentliche Sicherheit in Barsinghausen legt zudem fest, dass Hunde auch „in Grünanlagen und in Fußgängerzonen an der Leine geführt“ werden müssen. Vor rund einem Jahr hatte der Rat noch geschlossen die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeiten für Auslaufflächen zu prüfen und konkrete Grundstücke vorzuschlagen. Als die nun auf dem Tisch lagen, legte sich aber nur noch die FDP-Fraktion für das Projekt mächtig ins Zeug. Die anderen Fraktionen machten vor allem wegen der Kosten Bedenken geltend.

Die Stadtverwaltung hatte zwei Flächen für einen einjährigen Probelauf vorgeschlagen: ein rund 5000 Quadratmeter großes Areal im Zechenpark zu Füßen der sogenannten Himmelstreppe und ein Grundstück mit dem Namen „Der kleine Buchholz“ südlich der Keksfabrik Bahlsen nahe des künftigen Stadtteilparks. Für diese Fläche neben der Keksfabrik hielt die Verwaltung eine Einfriedung mit Tor und Stabgitterzaun für rund 17.500 Euro für unerlässlich. Weitere Kosten wären für die Aufstellung von Hinweisschildern und eventuell Kotbeutelspendern sowie für die Pflege der Auslaufflächen entstanden.

FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Klockow verwies darauf, dass die Stadt Barsinghausen im Zuge ihrer Haushaltskonsolidierung die Hundesteuer deutlich erhöht habe. Die Einnahmen von jährlich 250.000 Euro verschwänden im allgemeinen Etat, „aber wir geben den Bürgern nichts davon zurück“, sagte der Freidemokrat. „Jede entwickelte Stadt hat Freilaufflächen für Hunde“, argumentierte Klockow. Sein Fraktionskollege Fred Wellhausen verwies zudem darauf, dass eine verbesserte Sauberkeit in der Stadt zu erwarten sei.

Die großen Fraktionen sehen dagegen keine Notwendigkeit für Hundeauslaufflächen. „Die Kosten sind für einen Probelauf von einem Jahr nicht vermittelbar“, sagte SPD-Ratsfrau Marlene Hunte-Grüne. Auch aus Sicht von Max Matthiesen (CDU) ist der Aufwand „nicht tragbar“. Reinhard Dobelmann (SPD) argumentierte zudem mit der Gleichbehandlung von Kernstadt und Ortsteilen. Bei der Schaffung weiterer Auslaufflächen in den Ortsteilen würden deshalb „auch 200.000 Euro nicht reichen“, sagte er. Deshalb solle die Diskussion „schnell beendet“ werden.

Auch ein Kompromissvorschlag von Kerstin Beckmann (Aktiv für Barsinghausen), lediglich das Areal im Zechenpark ohne Einzäunung als Auslauffläche auszuweisen, bekam am Ende keine Mehrheit. Klockow reagierte emotional auf die Ablehnung: „Ich krieg `ne Krise im Kopf“, sagte er und attestierte der Ratsmehrheit, „hundefeindlich“ zu sein. 

Von Andreas Kannegießer

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