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Barsinghausen Kinderbetreuung: Barsinghäuser Versorgungsquote hinkt hinterher
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Kinderbetreuung: Barsinghäuser Versorgungsquote hinkt hinterher
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15:36 26.10.2018
Bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen hat die Stadt Barsinghausen gegenüber den meisten anderen Regionskommunen Nachholbedarf. Quelle: Archiv (imago)
Barsinghausen

Bei der Kinderbetreuung hinkt die Stadt Barsinghausen trotz zuletzt erheblicher Anstrengungen noch immer hinter den meisten anderen der 16 Kommunen her, die von der Region Hannover als Jugendhilfeträger betreut werden. Aus dem von der Regionsverwaltung jetzt vorgestellten Kita-Bericht für das Jahr 2017/18 geht hervor, dass die Versorgungsquote bei den Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahre in Barsinghausen Ende 2017 bei 30,3 Prozent lag, während der Durchschnitt der 16 Regionskommunen bei 36,7 Prozent lag. Bei den Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren erreichte Barsinghausen eine Versorgungsquote von 91,8 Prozent, während der Durchschnitt bei 98,1 Prozent lag. Noch deutlicher unter dem Durchschnitt liegt Barsinghausen bei den Hortkindern von sechs bis zehn Jahren (Versorgungsquote von 6,2 Prozent gegenüber 20,6 Prozent im Durchschnitt). Allerdings ist die Situation bei den Hortkindern nur schwer vergleichbar, weil Barsinghausen deutlich weiter ist beim Angebot von Ganztagsgrundschulen als die meisten anderen Regionskommunen.

Regionsweit ist die Situation von einer zuletzt unerwartet stark gestiegenen Kinderzahl geprägt, für die Betreuungsplätze geschaffen werden müssen. Laut Regionsbericht ist das nicht nur auf die Zuwanderung aus dem Ausland und aus anderen Regionen zurückzuführen, sondern auch auf die insgesamt wieder steigende Geburtenrate. Bei den Betreuungsplätzen für Drei- bis Sechsjährige liegt Barsinghausen mit seiner Versorgungsquote von 91,8 Prozent nur vor Ronnenberg (86,3 Prozent) und Isernhagen (90,2 Prozent). 13 andere Städte und Gemeinden sind deutlich weiter, allen voran Wennigsen (118,8 Prozent) und Burgwedel mit einer Quote von 116,5 Prozent.

Auch bei den Krippenkindern unter drei Jahre belegt Barsinghausen mit seiner Versorgungsquote den drittletzten Platz – knapp vor Springe und Garbsen. Auffällig ist, dass die Deisterstadt in dieser Altersgruppe besonders auf Tagespflegeplätze setzt, um die Nachfrage nach Betreuungsplätzen zu decken. Nur Uetze mit 13,7 Prozent hat einen ähnlich hohen Anteil Tagespflegeplätze wie Barsinghausen (13,0 Prozent) an der Gesamtversorgungsquote.

Die Stadt Barsinghausen unternimmt mit ihrem INKIB-Programm (Initiative für mehr Kinderbetreuung in Barsinghausen) in den nächsten Jahren große Anstrengungen, um die derzeit fehlenden rund 200 Betreuungsplätze zu schaffen. Laut Prognose der Region reicht das, um die Versorgungsquote bei den Drei bis Sechsjährigen bis zum Kindergartenjahr 2019/20 von 91,8 auf immerhin 95,5 Prozent zu steigern. Bei den Krippenkindern wird die Versorgungsquote bis dahin laut Prognose von 30,3 auf 34,0 Prozent klettern.

Von Andreas Kannegießer

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