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Barsinghausen Mehrkosten für Tierschutzverein: Neues Hundehaus wird deutlich teurer
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Mehrkosten für Tierschutzverein: Neues Hundehaus wird deutlich teurer
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00:35 02.05.2018
Der alte Vorstand ist auch der neue: Dorle Rump (von links), Heinz Oppermann, Christiane Schröder-Bohrssen, Judith Kasten, Andrea Wildhagen, Ernst Wildhagen und Gaby Fauken. Quelle: Marcel Sacha
Barsinghausen

 Insgesamt 31 Hunde hat der Tierschutzverein Barsinghausen und Umgebung im vergangenen Jahr aufgenommen. Es hätten jedoch einige mehr sein können. „Viele Hunde mussten wir aufgrund von Platzmangel ablehnen“, berichtete Vorstandsmitglied Judith Kasten während der Jahresversammlung. Lediglich zwei Zwinger befinden sich derzeit im Tierheim an der Ludwig-Jahn-Straße. Um der hohen Nachfrage gerecht werden zu können, plant der Tierschutzverein den Bau eines neuen und größeren Hundehauses. Dieser wird jedoch deutlich teurer ausfallen als ursprünglich gedacht. Mittlerweile schätzt der einstimmig wiedergewählte Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Ernst Wildhagen die Kosten auf 130.000 Euro. Ursprünglich gingen die Tierschützer von rund 100.000 Euro aus.

„Wir haben etliche Angebote eingeholt“, sagte Heinz Oppermann vom Vorstand. Eine günstigere Alternative gebe es jedoch nicht – sofern alle Wünsche für das neue Hundehaus in Holzbauweise erfüllt werden sollen. Dazu gehört neben den vier Zwingern, von denen einer als Qurantänezwinger fungieren soll, auch ein großflächiger Arbeitsbereich sowie ein Teilbereich mit Fußbodenheizung für altersschwache Tiere. Hinzu kommt ein weitläufiger Außenbereich, der ebenfalls noch hergerichtet werden muss. Das bisherige Hundehaus soll zukünftig anderweitig genutzt werden – entweder als Büro oder als separate  Quarantänestation.

Um die Kosten für den Neubau aufzubringen, hat der Tierschutzverein bereits im vergangenen Jahr eine zweckgebundene Rücklage in Höhe von 100.000 Euro gebildet. Diese soll nun um weitere 30.000 Euro erhöht werden. Darauf einigten sich die Mitglieder während der Jahresversammlung.

Ob es bei den derzeit kalkulierten 130.000 Euro bleibt, ist jedoch noch unklar. Dies hänge davon ab, wann der Verein die Baugenehmigung erhalte, sagte Oppermann. Sechs Monate ist es bereits her, dass die Tierschützer den entsprechenden Antrag gestellt haben. „Noch haben wir keine Rückmeldung erhalten“, sagte Oppermann.  Sollte die Genehmigung nicht zeitnah erteilt werden, könnte das neue Hundehaus statt in diesem Jahr erst 2019 bezogen werden. Schließlich seien die Auftragsbücher der Handwerker prall gefüllt. „Und in einem Jahr werden die Preise noch einmal deutlich gestiegen sein“, ist sich Oppermann sicher.

Trotz der vorhandenen Rücklagen setzt der Tierschutzverein bei der Finanzierung des Hundehauses auch auf die Spendenbereitschaft der Bürger. Wer den Bau finanziell unterstützen möchte, kann eine Summe seiner Wahl auf das Konto DE72 2515 1270 0000 1072 43 unter Angabe des Stichworts Hundehaus an den Verein überweisen.

Mitgliederzahl steigt auf Allzeithoch

Nicht nur die Baukosten für das neue Hundehaus sind gestiegen. Auch die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Jahr erneut gewachsen – und zwar auf mehr als jemals zuvor. Aktuell kann der Tierschutzverein Barsinghausen und Umgebung auf die Unterstützung von 366 Mitgliedern zählen. Zu Beginn des Vorjahres waren es noch 346. „Damit haben wir den Rekord aus dem Jahr 1997 gebrochen“, freut sich der Vereinsvorsitzende Ernst Wildhagen. Allein seit 2010 konnte die Mitgliederzahl um etwa ein Drittel erhöht werden – eine Entwicklung, die in anderen Vereinen eher in die andere Richtung beobachtet werden kann. Für Wildhagen ist dies ein Zeichen, welch hohen Stellenwert der Tierschutz in der Gesellschaft mittlerweile einnehme. „Das Wohl der Tiere gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung“, sagt er.

Von Marcel Sacha

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