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Barsinghausen Politik will Friedhofskapelle sanieren lassen
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16:25 06.02.2019
Die Kapelle auf dem Friedhof Osterfeld ist sanierungsbedürftig, die Barsinghäuser Ratsfraktionen wollen nun aber offenbar das Geld dafür bereitstellen. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Für die lange Zeit vom Abriss bedrohte Kapelle auf dem Friedhof Osterfeld zeichnet sich eine Lösung ab: Die Barsinghäuser Ratsfraktionen setzen sich fast durchweg für eine Sanierung des alten Gebäudes ein. Während der Bauausschusssitzung am Dienstagabend wurde ein Beschluss über die Sanierung allerdings noch einmal vertagt, weil noch Fragen offen sind. So ist derzeit unklar, wie sich die Grundsanierung des Gebäudes auf die Höhe der Barsinghäuser Friedhofsgebühren auswirken würde. Außerdem will die Stadt gemeinsam mit der Mariengemeinde noch einmal bei der Klosterkammer anfragen, ob ein Zuschuss der Kammer für die Bauarbeiten gewährt werden könnte.

Die Kapelle wird wegen ihres schlechten baulichen Zustandes seit einigen Jahren nicht mehr genutzt. Im Zuge des städtischen Haushaltskonsolidierungsprojekts sollte das Gebäude eigentlich abgerissen werden, um sowohl die Sanierungs- als auch erhebliche Unterhaltskosten zu sparen. Dagegen hatte es jedoch Widerstand gegeben. Eine Gruppe um die Barsinghäuserin Hannelore Owens hatte mehr als 600 Unterschriften gegen den Abriss des Gebäudes gesammelt.

Die Sanierung der Kapelle würde nach aktuellen Berechnungen der Stadtverwaltung etwa 103.000 Euro kosten – ohne allerdings die Toilette wieder zu öffnen. Sollte das WC im Gebäude ebenfalls saniert und behindertengerecht gestaltet werden, würden laut Verwaltung rund 135.000 Euro fällig. Mit dieser Summe könnte die Toilette allerdings noch nicht an das städtische Abwassernetz angeschlossen werden, wie Fachdienstleiter Michael Huschenhöfer erläuterte. Die kostengünstigste Variante wäre demnach eine Erneuerung des Schmutzwassersammelbeckens im Untergrund neben der Kapelle für rund 10.000 Euro.

Der Kirchenkreis Ronnenberg will sich an den Kosten für die Sanierung nicht beteiligen. Ein Grund dafür ist laut Huschenhöfer offenbar, dass die Kapelle nicht als Baudenkmal klassifiziert ist. Der später angefügte Anbau, die mit Dachpfannen verkleidete Fassade, die Fenster und der Fußboden stehen einer Einstufung als Denkmal offenbar im Wege.

Kerstin Beckmann (Fraktion Aktiv für Barsinghausen) plädierte vehement dafür, die Sanierung einschließlich der neuen Toilette in Angriff zu nehmen. „Wir haben dann eine dauerhafte Lösung“, sagte sie. Das WC sei eine Einrichtung, „die von den Bürgern dringend gewünscht wird“. CDU-Ratsherr Max Matthiesen sprach sich für die Gebäudesanierung aus, schlug allerdings vor, ein sogenanntes Dixi-Klo auf dem Friedhof aufzustellen und die Toilette dauerhaft geschlossen zu lassen. „Das wäre des Ortes nicht angemessen“, kritisierte Reinhard Dobelmann (SPD), der sich ansonsten ebenso wie Abdulselam Dogan (Grüne) für die Kapellensanierung aussprach.

Bis zur nächsten Bauausschusssitzung sollen nun alle noch offenen Fragen geklärt werden. „Wir stehen nicht unter Zeitdruck“, betonte SPD-Ratsfrau Marlene Hunte-Grüne.

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Von Andreas Kannegießer

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