Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Barsinghausen Schießlärm: Landesregierung soll Machtwort sprechen
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Schießlärm: Landesregierung soll Machtwort sprechen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 29.06.2018
Die Diskussion um den Schießbetrieb mit Großkaliberwaffen im Deister geht weiter. Quelle: Archiv
Anzeige
Barsinghausen

Der Tierschutzverein Barsinghausen macht weiterhin auf allen Ebenen mobil gegen die behördliche Erlaubnis für die Großkaliberschießanlage in den alten Schütten im Deister. Nun hat sich die Rechtsanwältin des Vereins mit mehreren Schreiben und der Bitte um Unterstützung an politsch Verantwortliche auf Landesebene gewandt. Ähnlich lautende Briefe haben Ministerpräsident Stephan Weil, Innenminister Boris Pistorius und Umweltminister Olaf Lies (alle SPD) erhalten. Auch an die Stadt Barsinghausen haben die Tierschützer einen weiteren Appell mit der Bitte um Hilfe gerichtet.

„Der Tierschutzverein sieht sich nach wie vor durch die Erlaubnis zum Großkaliberschießen im Deister in seiner Existenz gefährdet“, sagt Vereinsvorsitzender Ernst Wildhagen. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Sag nein zur Schießbude“ versuche der Tierschutzverein, auf allen juristischen und politischen Ebenen die Schießerlaubnis für den Verein für Groß- und Kleinkaliberschießen zu verhindern. Derzeit läuft bei der Region Hannover das Widerspruchsverfahren gegen die im September 2017 erteilte Genehmigung gegen den Schießbetrieb unter freiem Himmel.

Der Tierschutzverein wird in dem Widerspruchsverfahren von der Hemminger Rechtsanwältin Ines-Maria Pfeiffer vertreten. In dem Brief an Innenminister Boris Pistorius argumentiert Pfeiffer, dass die Erteilung der Genehmigung seitens der Region „nicht rechtens war und gegen verschiedene Rechtsvorschriften verstößt“. Zudem hätte das Verfahren förmlich mit Bürgerbeteiligung ablaufen müssen, glaubt die Anwältin, „und nicht vereinfacht und dann noch mit Sofortvollzug zur Freude der Schützen“. Pfeiffer appelliert an den Innenminister, als aufsichtführende Behörde über die Region Hannover diese dazu aufzufordern, den Genehmigungsbescheid aufzuheben oder zurückzunehmen. Als Grund führt die Juristin einen Verstoß gegen die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet Norddeister an.

Außerdem beklagt die Anwältin der Tierschützer, dass im Genehmigungsverfahren die Region Hannover „ganz massiv die Interessen des hannoverschen Schützenvereins vertreten“ habe. Es habe sogar Hinweise an die Schützen gegeben, wie die Genehmigung am besten durchgesetzt werden könne und dass ein Antrag auf Sofortvollzug gestellt werden solle. Pfeiffer beendet ihr Schreiben an den Innenminister mit einem eindringlichen Appell: „Ich hoffe, Sie können ein Machtwort sprechen und der Knallerei im Deister ein Ende setzen, zumindest mit den Großkaliberwaffen.“ Das Schießen mit Kleinkaliber sei für die Schützen eine ausreichende Herausforderung und störe die Natur und die Menschen nicht so sehr.

In den vergangenen Wochen war es rund um den Schießstand in den alten Schütten deutlich ruhiger geworden als zu Jahresbeginn, als die Proteste aufgeflammt waren. Nach den Worten von Ernst Wildhagen hat das einen Grund: „Der Schützenverein hat uns mitgeteilt, dass er nach Abschluss von Reparaturarbeiten jetzt seinen Schießbetrieb wieder aufnehmen wird“, schreibt der Tierschutzvereinsvorsitzende. Damit werde es auch mit der vorübergehend eingetretenen Ruhe in der Sache bald wieder vorbei sein. „Und der Bürgerprotest wird wieder zunehmen“, prognostiziert Wildhagen.

Von Andreas Kannegießer

Wennigsen bereitet die Klage gegen das neu aufgestellte Regionale Raumordnungsprogramm der Region Hannover vor, in dem das Vorrangebiet für Windkraftanlagen bei Degersen festgelegt ist.

29.06.2018

Zum ersten Mal haben die Naturfreunde gemeinsam mit Mitgliedern der IG Metall ein großes Kinder-Sommerfest gefeiert. Die vielen Aktionen und das gesellige Miteinander lassen auf eine Wiederholung hoffen.

28.06.2018

Beim zweiten Sommerfest der Egestorfer Vereine drehte sich alles um das Motto Wilder Westen. Mit Tanzeinlagen, Westernmusik und passendem Essen feierten die Besucher ein buntes Fest.

28.06.2018
Anzeige