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Barsinghausen Stadt will ehrenamtliche Arbeit stärker fördern
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Stadt will ehrenamtliche Arbeit stärker fördern
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00:41 09.06.2018
Ehrenamtliche – so wie hier bei der Feuerwehr – sind immer schwerer zu gewinnen. Die Stadt Barsinghausen plant nun ein gezieltes Projekt zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Quelle: Archiv
Barsinghausen

Bei dem vom Rat beschlossenen Projekt zur Förderung des ehrenamtlichen Bürgerengagements hat sich die Stadt Barsinghausen professionelle Unterstützung gesichert. Das Institut für Didaktik der Demokratie an der Leibniz Universität Hannover begleitet das Vorhaben, das frühestens im Sommer 2019 abgeschlossen sein wird. In der Sitzung des Ordnungs- und Ehrenamtsausschusses am Dienstagabend hat Fachdienstleiterin Susanne Zeitz einen ersten Überblick über den Ablauf und den Zeitplan des Vorhabens gegeben.

Auf Antrag der CDU-Fraktion hatte der Rat bei den Haushaltsplanberatungen im Dezember 2017 dem Projekt unter dem Motto „Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ zugestimmt und 10.000 Euro zur Finanzierung bereitgestellt. Anlass war die Erfahrung vieler Vereine, Verbände und Organisationen, dass es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden ist, ehrenamtlich engagierte Menschen zur Mitarbeit zu gewinnen. Nun soll mit dem Projekt geprüft werden, ob und wie die Verwaltung Strukturen zur besseren Unterstützung ehrenamtlich geleisteter Arbeit schaffen kann. Projektauftrag sei auch „die Verbesserung der Brücke zwischen dem Hauptamt in der Verwaltung und dem Ehrenamt“, erläuterte Zeitz.

Im Februar hat die Verwaltung Kontakt mit dem Universitätsinstitut aufgenommen, seit Mai liegt bereits ein erstes Konzept der Experten für den Ablauf des Vorhabens vor. Im ersten Schritt sollen nun im Zuge einer Bestandsaufnahme alle Akteure im Bereich ehrenamtlicher Arbeit in Barsinghausen und deren Angebote ermittelt und benannt werden. Danach, voraussichtlich im Herbst, sei ein erster Workshop mit ausgewählten Akteuren geplant, berichtete die Fachdienstleiterin. Dabei sollten zentrale Fragen und Themen für einen folgenden Gesamtworkshop herausgefiltert werden. Dieser Gesamtworkshop könnte nach dem methodischen Vorbild einer Zukunftskonferenz im Frühjahr 2019 ausgerichtet werden. Die Ergebnisse dieser großen Veranstaltung sollen dann laut Plan in einem dritten Workshop aufgearbeitet und in eine Strategie für konkrete Maßnahmen gegossen werden.

„Am Ende könnte in der Stadtverwaltung ein ständiger Ansprechpartner für Ehrenamtliche stehen“, sagte Zeitz. Die Stadt wolle aber keinesfalls mit dem Freiwilligenzentrum Barsinghausen aneinandergeraten. Wie die Aufgaben letztlich gestaltet würden, müsse der weitere Prozess ergeben.

Bettina Klein von der Wählergemeinschaft Aktiv für Barsinghausen (AFB) unterstrich die Bedeutung der Ehrenamtskoordination in der Verwaltung und plädierte dafür, gegebenenfalls auch Personal dafür bereitzustellen – etwa im Zuge der von Bürgermeister Marc Lahmann angekündigten Entlastung der Bürger von den Folgen der Haushaltskonsolidierung.

Von Andreas Kannegießer

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