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Barsinghausen Welcher Discounter kommt am Reihekamp zum Zug?
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00:21 27.10.2018
Das Nahversorgungszentrum am Reihekamp soll um ein Nachbargrundstück erweitert werden. Noch ist unklar, ob sich dort Lidl als dritter Supermarkt ansiedeln darf oder ob statt dessen die vorhandenen Märkte von Aldi und Rewe wachsen können. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Bei der Weiterentwicklung des Nahversorgungszentrums am Reihekamp sind zurzeit zwei unterschiedliche Szenarien denkbar, über die Politik, Verwaltung und Grundstückseigentümer in den nächsten Wochen offenbar noch diskutieren müssen. Dabei geht es vor allem darum, wer sich am Ende auf dem Areal der angrenzenden Lagerhalle ansiedeln darf, um deren Grundstück das Nahversorgungszentrum erweitert werden soll. Dabei könnte die Entscheidung zwischen Aldi und Lidl fallen.

Im August hatte überraschend der Discounter Lidl Umzugspläne von seinem bisherigen Standort an der Steinklippenstraße an den Reihekamp verkündet. Die Lidl-Verantwortlichen sehen offenbar gute Chancen, sich mit dem neuen Eigentümer der Lagerhalle über den Neubau eines rund 1500 Quadratmeter großen Marktes zu einigen. In diesem Fall würde Lidl als dritter Supermarktbetreiber in die unmittelbare Nachbarschaft der am Reihekamp etablierten Anbieter Rewe und Aldi ziehen. Von beiden ist aber seit Jahren bekannt, dass sie selbst gerne ihre Märkte erweitern würden.

Nach den Worten des städtischen Fachdienstleiters für Planen und Bauen, Florian Jürgens, ist der Lidl-Neubau eine der beiden realistischen Alternativen. Die andere wäre der Umzug von Aldi in einen größeren Neubau auf dem Hallengrundstück, womit gleichzeitig Optionen für die Rewe-Erweiterung geschaffen würden. Einen Lidl-Neubau bei gleichzeitiger Erweiterung von Rewe und Aldi hält Jürgens dagegen für kaum denkbar. „Alle zusammen würden schwer auf die Fläche passen“, sagt der Fachdienstleiter.

Die Stadtverwaltung betont, dass sie für beide Varianten offen ist. „Wir wünschen uns einen modernen Discounter, der zu Rewe passt“, sagt Jürgens. „Beide Lösungen haben ihren städtebaulichen Reiz.“ Die Nase vorn hat derzeit aber offenbar die Variante der Lidl-Ansiedlung. Jürgens bestätigt, dass sich der Eigentümer des Hallengrundstücks offenbar mit Aldi nicht einig werden konnte. Die Stadtverwaltung habe neutral zu agieren, betont der Fachdienstleiter. „Wir haben uns mit der Idee der Lidl-Ansiedlung angefreundet.“

In der jüngsten Bauausschusssitzung wurde deutlich, dass die Politik durchaus noch offene Fragen hat, ehe der für die Erweiterung notwendige Bebauungsplan vorangetrieben werden kann. Max Matthiesen (CDU) nannte unter anderem die zusätzliche Verkehrsbelastung als mögliches Problem bei einer Vergrößerung des Nahversorgungszentrums. Er regte an, eine öffentliche Veranstaltung zu organisieren, um dort die Varianten und mögliche Probleme mit den Bürgern zu diskutieren. Marlene Hunte-Grüne (SPD) und Kerstin Beckmann (Aktiv für Barsinghausen) forderten eine bessere Anbindung des künftig vergrößerten Versorgungszentrums an den öffentlichen Nahverkehr. „Ein Konzept für eine Verlängerung der Stadtbuslinie ist nötig“, sagte Beckmann.

Sollte Lidl tatsächlich die Chance erhalten, am Reihekamp einen neuen, größeren Markt zu beziehen, würde die Stadt nach Jürgens’ Worten planungsrechtlich dafür sorgen, dass am alten Lidl-Standort an der Steinklippenstraße künftig kein neuer Lebensmittelmarkt betrieben werden könnte. Geplant sei die Entwicklung als Fachmarktzentrum, sagt der Fachdienstleiter. Denkbar sei etwa, dem benachbarten Obi-Baumarkt eine Erweiterungsperspektive zu bieten. Darüber wolle die Stadtverwaltung gegebenenfalls mit Obi sprechen, erläutert Jürgens. „Aber dabei stehen wir noch ganz am Anfang.“

Von Andreas Kannegießer

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