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Barsinghausen Wer bietet Rauchschwalben eine Brutstätte?
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12:16 24.04.2018
Zahlreiche Rauchschwalben suchen derzeit eine neue Brutstätte. Quelle: Nabu/Boehm
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Barsinghausen

 Zahlreiche Rauchschwalben suchen derzeit eine neue Brutstätte: Die Vögel sind vor einigen Tagen aus Afrika zurück nach Barsinghausen gekehrt – und versuchen seither vergeblich zu ihren angestammten Nestern zurück zu gelanden. Die Rauchschwalben nisteten Jahrzehnte in einem gewerblich genutzten Gebäude in Barsinghausen , doch nun ist der gewohnte Zugang zum Gebäudeinneren versperrt. Immer wieder kreisen die Schwalben um das Gebäude und nehmen vergeblich Anflug auf ihren gewohnten Einlass. „Ich habe die Vögel und ihre Brutstätten seit einigen Jahren begleitet und dieser Anblick schmerzt sehr“, sagt Naturschützerin Hannelore Owens. 

„Die Rauchschwalben sind bei uns nur noch selten anzutreffen. Sie stehen auf der Roten Liste als gefährdet“, sagt sie. Daher sei es um so schlimmer, dass ihre Brutstätte nun nicht mehr nutzbar ist. „Eine Antwort auf meine an die Stadtverwaltung gerichtete Anfrage, ob sie hier unterstützend tätig werden könnte, bleibt bis heute unbeantwortet“, kritisiert Owens.  

Anscheinend wurden zwischenzeitlich ein paar Kunstnester in einer nicht allzu weit entfernten offenen Scheune der Stadt Barsinghausen angebracht.  Doch ohne das sie angelockt werden, würden die Rauchschwalben diese Neser nicht finden. „Es ist schon sehr frustrierend, als Bürger die Natur unterstützend privat unterwegs zu sein und auf so viele bürokratische Hürden zu stoßen.“ Doch die Naturschützerin hat Hoffnung: Ein Bushunternehmen habe ihr spontan erlaubt, auf seinem neben dem  Gebäude mit den Kunstnestern liegendes Grundstück zu betreten. Von dort aus spielte Owens dann die Vogelstimmen-CD ab.  „Einige Rauchschwalben kamen auch bereits nach einiger Zeit und haben die Scheune angeflogen. Ob die Kunstnester jedoch bei dem durch die Säge und andere Maschinen vor der Scheune verursachten Lärm angeommen werden, ist eine andere Frage“, sagt sie und bitet nun engagierte Bürger um Mithilfe: „Wer eine Halle oder ein anderes Gebäude im Bunsengewerbegebiet hat, wo die Vögel brüten können, stelle sie bitte den Rauchschwalben zur Verfügung.“ 

Von Lisa Malecha

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