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Barsinghausen Zahl der Bauanträge schon wieder auf Rekordkurs
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Zahl der Bauanträge schon wieder auf Rekordkurs
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00:35 11.06.2018
Städtebauliche Sanierungsprogramme als Motor der Stadtentwicklung: Bauarbeiter pflastern den Gehweg auf der Westseite der Bahnhofstraße zwischen Volkers Hof und Fußgängerzone. Quelle: Archiv (Hermann)
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Barsinghausen

Der scheidende Baudirektor Tobias Fischer sieht die Stadt Barsinghausen auf einem guten Weg. Barsinghausen sei ein gesuchter Wohnstandort, und die Zahl der Einwohner entwickele sich entgegen früherer Prognosen deutlich positiv, sagte Fischer in der Bauausschusssitzung am Donnerstagabend. Der Baudirektor, der zum Landesbetrieb Straßenbau in Nordrhein-Westfalen wechseln wird, nutzte seine letzte Ausschusssitzung für eine Bilanz der Stadtentwicklung während seiner 2013 begonnenen Amtszeit.

Grundlage für die positive Einwohnerentwicklung ist aus Fischers Sicht auch die „nachhaltige Wohnbauflächenentwicklung“, die die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren betrieben habe. So seien unter anderem die Neubaugebiete am Heckenweg, am alten Sportplatz in Kirchdorf und auf dem Sportplatz in Großgoltern, das Gebiet Niedermühlenteich und am Bericoweg entwickelt worden. Die Stadtverwaltung habe 2016 und 2017 jeweils rund 150 neue Wohneinheiten genehmigt, berichtete der Baudirektor. Das waren so viele wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht mehr binnen eines Jahres. Und auch 2018 setzt sich die Entwicklung offenbar genauso fort: In diesem Jahr seien schon wieder 71 Bauanträge gestellt und auch bearbeitet worden, sagte Fischer.

Unabhängig von weiteren Neubaugebieten gibt es in der Stadt derzeit noch Baulücken und erschlossene Grundstücke, auf denen theoretisch 480 Wohneinheiten errichtet werden können. Sofern die Prioritätenliste zur Ausweisung neuer Baugebiete pünktlich abgearbeitet wird, könnten nach Fischers Worten bis Ende 2019 die rechtlichen Grundlagen für den Bau von 200 weiteren Wohneinheiten geschaffen werden. Der Baudirektor betonte, dass die Nachfrage von Investoren nach Flächen für Wohnbauprojekte in Barsinghausen viel größer sei als das Angebot. „Den Kollegen in der Bauverwaltung wird nicht langweilig werden“, prognostizierte er.

Uneingeschränkt positiv entwickelt hat sich aus Fischers Sicht auch die Gewerbeansiedlung und die Schaffung entsprechender Flächen dafür. Er nannte beispielhaft die Ansiedlung der Kosmetikfirma Laverana in Bantorf, die Ausweisung eines Industriegebiets zur weiteren Entwicklung der Firma Bergmann Automotive und das neue Logistik-Gewerbegebiet nördlich von Groß Munzel. Um Plänen der Bahn für eine neue ICE-Trasse zwischen Munzel und Holtensen einen Riegel vorzuschieben, empfahl Fischer, das Logistik-Gewerbegebiet nach Norden zu vergrößern und die Lücke bis zur Autobahn zügig zu schließen. Das Motto sei „Hier kommt die Bahn nicht durch“, sagte der Baudirektor.

Fischer verwies auf die beiden städtebaulichen Sanierungsprojekte in der Kernstadt, von denen die Stadt sehr profitiere. In der City wird im Zuge des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ derzeit die Bahnhofstraße umgebaut, im direkten Anschluss geht es dann in der Osterstraße weiter. Im Sanierungsgebiet Soziale Stadt möchte die Verwaltung alle Straßen im Siedlungsgebiet zwischen Gänsefußweg und Rehrbrinkstraße in den nächsten Jahren barrierefrei ausbauen. Von den Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro muss die Kommune lediglich ein Drittel selbst aufbringen.

Als „traurigsten Tag meiner Amtszeit“ bezeichnete Fischer den Tag des Brandanschlags auf die im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße. Letztlich sei das Gebäude aber fertig geworden. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir das doch geschafft haben“, sagte der Bauingenieur. Er betonte, dass die Stadt ihre eigene Unterkunft für etwa ein Drittel der Kosten errichtet habe, die die beiden regionseigenen Flüchtlingswohnheime am Rottkampweg und an der Max-Planck-Straße gekostet hätten.

Von Andreas Kannegießer

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