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200 Barsinghäuser tanzen gemeinsam gegen Gewalt

One Billion Rising 200 Barsinghäuser tanzen gemeinsam gegen Gewalt

Die Aktion „One Billion Rising“ will mit Tanz-Flashmobs deutschlandweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. In Barsinghausen tanzten daher auch rund 200 Schüler und Passanten auf dem Thie. 

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Schüler und Passanten tanzen für ein paar Minuten auf dem Thie im Zuge der Aktion "One Billion Rising".

Quelle: Johanna Kruse

Barsinghausen.  Zuerst stehen die Schüler und Passanten noch etwas verhalten auf dem Thie herum, als Gitte Hennings „Ich will alles“ über den Platz klingt. Nach und nach tauen die Barsinghäuser dann aber auf, bilden eine Polonaise und tanzen Hand in Hand über den Platz. 

Die Situation wirkt spaßig und unterhaltsam, hat aber einen ernsten Hintergrund. Anlässlich des Aktionstages „One Billion Rising“ haben Barsinghausens Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brandts und Daniela Möhlenbrock, Leiterin der Labora Jugendwerkstatt, den Flashmob am Mittwochmittag organisiert. Spontan und gemeinsam tanzen dabei Unbekannte miteinander auf der Straße, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. „Jede dritte Frau wurde bereits Opfer von Gewalt, das ist ganz schön viel“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte zur Begrüßung.  Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt zu der Aktion eingeladen. „Wir waren zufrieden mit dem letzten Flashmob und obwohl wir überlegt hatten diesen anders zu gestalten, ist spontan doch immer noch die beste Lösung“, sagte Möhlenbrock. 

Die Schüler vom Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) und der Lisa-Tetzner-Schule (LTS) waren für den Falshmob extra freigestellt worden. Einige hatten sich sogar die Mühe gemacht und eine richtige Choreographie einstudiert. „Wir haben fast zwei Wochen dafür geübt und den Tanz auch vorher in der Schule vorgeführt“, erzählte die 12-jährige Sarah. 

Auch einige Neuntklässlerinnen des HAGs tanzten spontan eine Choreographie, die sie aus der Tanzschule kennen, zu der Musik. „Die Aktion ist toll, dafür sollte man viel mehr machen“, sagte die 15-jährige Kristina danach. Lediglich die Musik sei den Mädchen zu leise gewesen. „Und mit einem Mikrofon würde die Botschaft noch viel deutlicher ankommen“, sagte die 14-jährige Rebecca. 

Nach zwei weiteren Liedern – Gloria Gaynors „I Am What I Am“ und Ina Deters „Frauen kommen langsam, aber gewaltig“ – leerte sich der Thie gegen 12.30 Uhr allmählich wieder. Für das nächste Jahr wollen Möhlenbrock und Brandts allerdings wieder bei der Aktion dabei sein – so wie viele andere Städte deutschlandweit. 

Von Johanna Kruse

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