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Barsinghausen Wo steht künftig das Egestorf-Modell?
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00:23 12.06.2018
Baudirektor Tobias Fischer (rechts) stellt bei einem Ortstermin auf dem Schulhof die Standortalternativen für das Egestorf-Modell vor. Quelle: Frank Hermann
Egestorf

Sie gehörte 2016 zu den Attraktionen der 800-Jahr-Feier in Egestorf: Die Miniaturlandschaft im Maßstab 1:1000 mit dem Ortsbild aus der Zeit um 1950, in monatelanger Arbeit von Modellbauer Klaus Hildebrandt anlässlich des Dorfjubiläums erstellt. Auf der Suche nach einem dauerhaften Ausstellungsort für das Egestorf-Modell wollen Politik und Verwaltung jetzt, zwei Jahre nach dem Jubiläum, zu einer Lösung kommen.

Nahezu 400 Miniaturhäuser aus Hartstyropor stellen das Egestorfer Ortsbild aus der Zeit um 1950 im Maßstab 1:1000 dar. Quelle: Frank Hermann

Während der 800-Jahr-Feier zog die Ortschaft im Miniaturformat immer wieder neugierige Blicke auf sich --und Modellbauer Klaus Hildebrandt erntete bei den öffentlichen Präsentationen viel Lob und Anerkennung für seine originalgetreue Fleißarbeit. Auf sechs quadratischen Styroporplatten hatte der Hobbybastler alle Gebäude und Straßenzüge aus der Zeit um 1950 im Maßstab 1:1000 nachgebaut.

Dabei entstanden etwa 400 Häuser, die Hildebrandt aus Hartstyropor zugeschnitten hatte. Viele prägnante Gebäude haben einen hohen Wiedererkennungseffekt -- wie zum Beispiel die Kirche, das Schulgebäude oder der Bahnhof.

Modellbauer Klaus Hildebrandt hat vor drei Jahren in monatelanger Arbeit das Egestorf-Modell gebaut. Quelle: Frank Hermann

Nach dem Jubiläumsjahr verschwand das Egestorf-Modell jedoch aus dem Blickfeld und wurde in einem Raum des Feuerwehrhauses Eckerde eingelagert. Hinter den Kulissen suchten Politik, Verwaltung und Mitglieder des ehemaligen Festausschusses nach einer Möglichkeit, die Miniaturlandschaft dauerhaft in der Öffentlichkeit zu präsentieren -- bislang vergebens.

„Wir haben viele Varianten diskutiert und wieder verworfen. Aber jetzt wollen wir einen festen Standort für das Modell finden“, sagte Baudirektor Tobias Fischer bei einer Ortsbesichtigung auf dem Hof der Ernst-Reuter-Schule (ERS) in Egestorf.

Zwar sei ein Platz im Innern des Schulgebäudes ausgeschlossen, aber auf einem Bereich des Außengeländes ließe sich ein geeigneter Standort finden. Als Alternative kämen auch zwei Standortvarianten vor dem benachbarten Gebäude der Ortsfeuerwehr infrage.

Beim Neujahrsempfang 2016 anlässlich der Egestorfer 800-Jahr-Feuer bestaunen viele Besucher das Modell. Quelle: Rocktäschel

Erste Vorplanungen sehen eine Vitrine mit einer bruchsicheren Verglasung vor, die zudem das ultraviolette Licht abweist. Das UV-Licht würde sonst das Styropor zerstören. Die beleuchtete und mit einer Beschreibung ausgestattete Vitrine solle in einem Stahlrahmen eingefasst werden und mit der gesamten Konstruktion auf festen Fundamenten stehen.

Für das Projekt in dieser Variante rechnet Fischer mit Kosten von etwa 15.000 Euro. Denkbar sei eine Förderung aus EU-Mitteln für die Integrierte ländliche Entwicklung (IlEK). Zwar ließen sich die Chancen auf eine Förderung derzeit noch nicht realistisch abschätzen, „aber ich kann mir ein Szenario für eine erfolgreiche Förderung durchaus vorstellen“, betonte der Baudirektor.

Der nächste Stichtag für einen IlEK-Antrag sei der 15. September. Bis Anfang 2019 könne eine Rückmeldung vorliegen, um dann im Frühjahr mit der Umsetzung beginnen zu können.

Zur Diskussion stehe für die Präsentation des Egestorf-Modells außerdem der Bau eines sogenannten Monopoly-Hauses mit einfachen Außenwänden und Überdachung. Zudem will die Ortsfeuerwehr eine Doppelgarage neben ihr Gerätehaus setzen und bietet an, in einem Teilbereich das Modell aufzustellen.

Über die verschiedenen Varianten will die Politik voraussichtlich nach den Sommerferien entscheiden.

Von Frank Hermann

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